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»Naša je domovina na nebesima«

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Institute of Philosophy and Theology of Society of Jesus
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Abstract

Die Verkündigung des Himmels will nicht Entfremdung schaffen, will keine Flucht von den Sorgen und Aufgaben für die Erde. Sie offenbart dem Menschen seine Zukunft und seine wahre Identiät und macht ihn erst so für die Sendung in der Welt fähig. Vom Himmel muss gesprochen werden, nicht um des Himmels, sondern um der Erde willen. Die Bibel spricht über den Himmel nicht um Auskunft über den Zustand der Seligen zu bringen, sondern um den Weg dorthin zu zeigen, Hoffnung zu wecken und Sehnsucht zu entzünden. Die Quelle unserer Erkenntnis der ewigen Seligkeit ist neben der Bibel unsere gnadenhafte Erfahrung Jesu Christi, die wir schon besitzen. Diese Erfahrung kann allerdings nur in einem analogen Sinne Erfahrung genannt werden, weil der Mensch, der sie empfängt, in Unterschied von aller innerweltichen Erfahrung, nicht Herr sondern ganz im Dienste dessen steht, was ihm geschenkt wird. Die höchste Stufe dieser Erfahrung ist die Begegnung der ersten Zeugen mit dem geschichtlichen und auferstandenen Jesus Christus. In Abhängigkeit von dem apostolischen Zeugnis erlebt der Christ späterer Zeiten in gläubiger Begeffiung mit Jesus Christus den Vorgeschmack dessen, was im Himmel für ihn vorbereitet ist. Dennoch bleibt der Himmel für ihn ein Geheimnis, dem er nur in stiller Anbetung nahen darf. Wenn er das tut, kann er schon hier einige wesentliche Merkmale der künftigen himmlischen Seligkeit erkennen. Das erste Merkmal ist Jesus Christus in Person. Der Himmel ist kein leerer Raum, den die Geretteten allmählich bevölkern, sondern der verherrlichte Leib Jesu Christi Der Himmel entstand in dem Augenblick in dem das erste Geschöpf mit seinem ganzen Wesen, mit Leib und Seele, endgültig zu Gott kam. Das geschah bei der Auferstehung Jesu Christi Somit ist Gemeinschaft mit Jesus Christus der fundamentale Inhalt unserer ewigen Seligkeit. - Christus ist als Tempel des himmlischen Jerusalem Ort der ewigen Gottesanbetung. Zusammen mit ihm befinden sich die Seligen im unaufhörlichen Lobpreis des Vaters. Diesem Strom des Lobpreises kommt von Seiten des Vaters seine Selbstmitteilung entgegen, die von der Tradition als visio beatìfica, beseligende Schau Gottes genannt wird. - Den Inhalt des Himmels bilden weiterhin alle die zu Christus gehören. Befreit von aller Unreinheit können sie frei von Herz zu Herz komunizieren und die Herrlichkeit Gottes füreinander spiegeln. - Zugleich erlebt jeder einzelne den Himmel auf seine eigene ganz persönliche Art als volle Erfüllung und Entfaltung seines Wesens und seiner Erwartungen. Somit ist der Himmel vollkommene Verwirklichung der menschlichen Gemeinschaft aber frei von aller Entfremäung die während des Pilgerzustandes die menschliche Gemeinschaft belastet. - An der Herrlichkeit der Kinder Gottes nimmt der ganze Kosmos Teil (vgl. Rom 8, 19-21) und wird deshalb »Neuer Himmel und neue Erde« genannt (vgl. Offb. 21, 1). Während seiner Pilgerfahrt befindet sich der Mensch in regem Verkehr mit der materiellen Welt, nährt sich von ihr geistlich und körperlich. Befreit von der gegenseitigen Bedrohung stimmen am Ziel Mensch und Welt gemeinsam in den Lobpreis Gottes ein (vgl. Offb 5, 13). - Letzlich ist der Himmel dadurch kennzeichnet, daß sich alles end¬gültig am Ziel beffindet zugleich aber völlig offen ist für neue Überraschungen der Selbstmitteilung Gottes. Gott ist unendlich und bleibt auch am Ziel für das geschaffene Wesen ein unerschöpfliches Geheimnis.

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