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Dienstleistungen im Familienbudget

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Abstract

80 Dienstleistungen im Familienbudget Von Dr. J o s e f R o s e n , Basel I. Konsumtendenzen im Familienbudget Regelmässigkeiten im Verbrauch, besonders im Verbrauch, wie er sich in dei Haushaltungen äussert, sind seit langer Zeit aufgefallen und untersucht worden, Hier ist vor allem bekannt die Beziehung zwischen steigendem Einkommen und relativem Aufwand für die Ernährung (Ernst Engel 1857) und für Wohnzwecke (Gustav Schwabe 1868), die dem damaligen Zeitgebrauch entsprechend als Ge- setze präsentiert worden sind. Seit der Formulierung des Engeischen Gesetzes für den Verbrauch von Lebensmitteln und des Schwabeschen Gesetzes für der Aufwand für Miete sind Struktur und Wandlungen des Verbrauchs im Haushall vielfach analysiert und ist auch häufig die Gültigkeit dieser Regelmässigkeiten im Verbrauch überprüft worden. Dabei hat sich immer wieder gezeigt, dass dag Engeische Gesetz, das besagt, dass der relative Aufwand für die Ernährung mit steigenden Ausgaben, die gleichzusetzen sind mit sich verbesserndem Lebens- standard, zurückgeht, sich im grossen und ganzen durchsetzt. Das sogenannte Schwabesche Gesetz mit der analogen Aussage für die Miete hat diese Überprü- fungen weniger heil überstanden, und dies konnte erst recht nicht der Fall sein ÌD Zeiten mit behördlich manipulierter Miete. Einer der Gründe für dieses unter- schiedliche Verhalten der beiden Hauptgruppen im Familienverbrauch — Er- nährung im Gegensatz zur Miete — mag in der Veränderung der Bedürfnisse im Laufe des letzten Jahrhunderts liegen. Die Konstanz der Gesetzmässigkeit geht stillschweigend aus von einer Konstanz der Verbrauchsbedürfnisse und setzt sie voraus. Eine solche unveränderte Gleichförmigkeit ist weitgehend gegeben für die Ernährung. Wohl sind hier Veränderungen und Verfeinerungen aufgetreten, im ganzen wird aber, wenn wohl auch etwas besser, so doch nicht wesentlich anders und vor allem kalorienmässig gewiss nicht wesentlich mehr gegessen. Der Wohn- bedarf und die Ansprüche an das Wohnen hingeg

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