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Jarold Knox Zeman, The Anababtists and the Czech Brethren in Moravia 1526-1628. A Study of Origins and Contacts, Paris 1969

Authors
Publisher
Zwingliana
Publication Date

Abstract

Literatur ZEMAN, JAEOLD K N O X : The Anabaptists and the Czech Brethren in Moravia 1526- 1628. A Study of Origins and Contacts. The Hague, Paris 1969. 408 S. Daß zum Teil rege Kontakte zwischen schweizerischen Täufern und Mähren vor- handen waren, gehört zum gesicherten Bestand historischer Kenntnisse. Fragen aber blieben stets offen: Wurde die mährische Täuferbewegung irgendwie durch die Böhmischen Brüder oder die Utraquisten vorbereitet, oder kam sie unvermittelt von außen her ins Land ? In welchem Verhältnis standen Täufer und Böhmische Brüder in Mähren zueinander ? Dies zu klären ist Zemans Absicht. Angelpunkt für die Entwicklung in Mähren ist 1526 die Einwanderung Balthasar Hub maiers. Vorher ließen sich keine Ansätze zum Täufertum feststellen; denn eine sorgfältige Analyse von Unität und Utraquisten vermag früher keine besondere Affinität zum Täufertum zu ermitteln. So wurden die Utraquisten anfänglich von den verschiedenen Richtungen der Reformation kaum berührt. Sie waren Anhänger der Kindertaufe und drängten auch den lutherischen Flügel in ihren eigenen Reihen zurück. Sympathisierte dagegen die Brüderunität vorerst mit Luther, so setzte sie sich doch bald wieder von ihm ab. Und auch Zwingiis Abendmahlslehre wurde schließlich von ihnen verurteilt. Wer sich ihr dennoch zuwandte, wurde von der Unität exkommuniziert. Die Reformation lutherischer und zwinglischer Richtung fand in Böhmen und Mähren erst durch Glaubensflüchtlinge Eingang. Auch das Täufertum wurde durch Fremde (Hubmaier, Hut , Hutter und andere) nach Mähren gebracht. Zeman stellt vorerst zu Recht die Frage, was denn die Flüchtlinge, in unserm Fall besonders die Täufer, nach Mähren getrieben habe. Eine klare Antwort vermag er mit seiner Fragestellung nicht zu geben. Allerdings weist der Autor daraufhin, daß die Artikel der Unitas Fratrum zu Beginn des 16. Jahrhunderts gedruckt wurden. Dabei wirkten sie wohl auf Luther ein, und Eck nahm sie zur Kenntnis; Hubmaier jedoch, so muß an Hand seiner dam

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