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Auswirkung der Strahlentherapie auf die Lebensqualität

Authors
  • Hahn, T. R.1
  • Krüskemper, G.2
  • 1 Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Klinik für Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie, Moorenstraße 5, Düsseldorf, 40211, Germany , Düsseldorf (Germany)
  • 2 Ruhr-Universität Bochum, Institut für Medizinische Psychologie, Bochum, Germany , Bochum (Germany)
Type
Published Article
Journal
Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie
Publisher
Springer-Verlag
Publication Date
Mar 08, 2007
Volume
11
Issue
2
Pages
99–106
Identifiers
DOI: 10.1007/s10006-007-0049-5
Source
Springer Nature
Keywords
License
Yellow

Abstract

FragestellungDie Behandlung von Patienten mit Mundhöhlenkarzinomen wird oft mit einer Strahlentherapie kombiniert. Dabei kommt es zur Schädigung von gesundem Gewebe. Der Effekt dieser Nebenwirkung auf die Lebensqualität wurde untersucht. Des Weiteren war die Beeinträchtigung von 19 Faktoren durch die Bestrahlung Gegenstand der Betrachtung (Sprache für Fremde, Sprache für Vertraute, Essen/Schlucken, Zungenbeweglichkeit, Mundöffnung, Unterkieferbeweglichkeit, Halsbeweglichkeit, Schulter-Armbeweglichkeit, Geschmacksvermögen, Riechvermögen, Aussehen, Kräftezustand, Appetit, Atmung, Schmerzen, Schwellung, Mundtrockenheit, Mundgeruch, Magenbeschwerden).Patienten und MethodenIm Auftrag des Deutsch-Österreichisch-Schweizerischen Arbeitskreises für Tumoren im Kiefer- und Gesichtsbereich (DÖSAK) erfolgte die Datensammlung mit 3894 Fragebögen an 43 Kliniken in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Der Katalog umfasste 147 Items in neun Kapiteln. Bei Abschluss der Datenerhebung waren 1761 Fragebögen von 38 Kliniken anonym zurückgesandt worden. Insgesamt konnten 1411 Fragebögen bezüglich der Fragestellung ausgewertet werden.ErgebnisseVon den 1411 Patienten wurden 686 bestrahlt. Vor Beginn der Therapie war die Beeinträchtigung der 19 Faktoren durch die Erkrankung sowohl bei später bestrahlten als auch bei alleinig operierten oder chemotherapierten Patienten nicht signifikant unterschiedlich. Nach der Therapie zeigt sich bei der bestrahlten Gruppe eine signifikant erhöhte Beeinträchtigung. Dabei sind es vor allem die Xerostomie, die Schluckbeschwerden und die Probleme beim Sprechen, die durch eine Radiotherapie verstärkt werden. Die Lebensqualität der bestrahlten Patienten ist zwar verringert, aber dies nicht signifikant.SchlussfolgerungDie geringe Verschlechterung der Lebensqualität durch die Bestrahlung rechtfertigt den Einsatz dieser Methode, auch wenn es zu einer erhöhten Beeinträchtigung durch die Schädigung von gesundem Gewebe kommt. Die spezifische Beachtung der Folgeschäden muss im Rahmen einer Rehabilitation in Form von Sprach- und Schluckübungen vermehrt Eingang finden.

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