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Atopisches Ekzem und Mikrobiom

Authors
  • Reiger, M.
  • Schwierzeck, V.
  • Traidl-Hoffmann, C.1, 2, 3
  • 1 Technische Universität München und Helmholtz Zentrum München, Lehrstuhl und Institut für Umweltmedizin UNIKA‑T, Neusäßer Str. 47, Augsburg, 86156, Deutschland , Augsburg (Germany)
  • 2 Technische Universität München, ZIEL – Institute for Food & Health, Freising, Deutschland , Freising (Germany)
  • 3 Universitätsklinikum Augsburg, Hochschulambulanz für Umweltmedizin, Augsburg, Deutschland , Augsburg (Germany)
Type
Published Article
Journal
Der Hautarzt
Publisher
Springer Medizin
Publication Date
May 20, 2019
Volume
70
Issue
6
Pages
407–415
Identifiers
DOI: 10.1007/s00105-019-4424-6
Source
Springer Nature
Keywords
License
Yellow

Abstract

HintergrundNeurodermitis ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, die durch Hautbarrierestörung, Entzündung und Dysbiose gekennzeichnet ist. Darüber hinaus ist das atopische Ekzem mit anderen Krankheiten des atopischen Formenkreises wie Allergie, Rhinokonjunktivitis und Asthma assoziiert. Das Mikrobiom der Haut besteht aus Bakterien, Viren und Pilzen. Bei Patienten mit Neurodermitis ist häufig ein Ungleichgewicht des Mikrobioms (Dysbiose) feststellbar.FragestellungNoch ist nicht vollständig geklärt, welchen Einfluss die Dysbiose und das kutane Mikrobiom auf die Entstehung und den Verlauf des atopischen Ekzems haben. Mittels moderner Sequenzierungsmethoden soll nun die Rolle des Hautmikrobioms bei der Pathogenese der Neurodermitis entschlüsselt werden.Material und MethodenVorgestellt und diskutiert werden Ergebnisse aktueller Grundlagenarbeiten.ErgebnisseDas Hautmikrobiom unterscheidet sich nach Körperregion, Alter und Geschlecht und steht in ständigem Austausch mit der Hautbarriere und dem kutanen Immunsystem. Bei der Neurodermitis entsteht eine Dysbiose mit einer erhöhten Keimlast von Staphylococcus aureus und einer Verringerung von kommensalen Hautbakterien. Das veränderte Mikrobiom bei Neurodermitis kann somit auch die Hautbarriere und Entzündungsreaktionen beeinflussen.SchlussfolgerungenDas Verständnis des Hautmikrobioms hat sich in den letzten Jahren verbessert. Zweifellos wird davon auch das Verständnis der Pathogenese der Neurodermitis profitieren. Zugleich können diese Erkenntnisse in Zukunft die Grundlage für neue Therapie- und Präventionsstrategien bilden.

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