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Antigenität von Polyestergefäßprothesen (Dacron)

Authors
  • Zippel, R.1
  • Schlosser, M.1
  • Urban, G.2
  • Ziegler, B.2
  • Wilhelm, L.1
  • Oehme, J.1
  • Ziegler, M.2
  • Lorenz, D.1
  • 1 Klinik und Poliklinik für Chirurgie, Ernst-Moritz-Arndt-Universität, Friedrich-Loeffler-Straße 23b, D-17487 Greifswald, Germany , (Germany)
  • 2 Institut für Pathophysiologie, Ernst-Moritz-Arndt-Universität, Greifswald, Germany , (Germany)
Type
Published Article
Journal
Gefässchirurgie
Publisher
Springer Berlin Heidelberg
Publication Date
May 01, 1999
Volume
4
Issue
2
Pages
91–95
Identifiers
DOI: 10.1007/PL00010549
Source
Springer Nature
Keywords
License
Yellow

Abstract

Bisher stehen keine komplett inerten Biomaterialien zur Verfügung und es existiert kein universeller Test zur Objektivierung der Biokompatibilität. Dies resultiert aus der individuellen Variabilität des Empfängerorganismus, insbesondere hinsichtlich der entzündlichen Reaktionsbereitschaft. Auch nach Implantation von Gefäßprothesen aus polymeren Biomaterialien kommt es zu einem chronischen Entzündungsprozeß. Dieser führt ursächlich durch Hydrolyse oder Autoxidation zur Biodegradation des Implantats. Mit unseren Untersuchungen galt es, eine möglicherweise bestehende, spezifische humorale Immunantwort nach Implantation von Segmenten einer kollagenimprägnierten Polyesterprothese (Dacron) in einem Tiermodell darzulegen. Balb/c-Mäusen wurde am 1., 18., 38. und 290. Versuchstag ein Prothesensegment intraperitoneal implantiert. Die Bestimmung der Serumantikörper erfolgte mit einem modifizierten Enzymimmunoassay unter Verwendung der Prothese als Target. Spezifische Antikörper gegen Polymere wurden nach wiederholter Implantation bei allen Tieren bis zum 322. Versuchstag nachgewiesen. Dabei konnte eine Antikörperbildung gegen die Kollagenimprägnierung ausgeschlossen werden. Die Antikörperbildung wurde durch den Zusatz von komplettem Freund-Adjuvans in Verbindung mit der ersten Implantation verstärkt. Der Nachweis von spezifischen Antikörpern gegen Polymere könnte zukünftig ein Parameter zur Testung der Biokompatibilität darstellen.

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