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„Anständige“ Täter – „asoziale“ Opfer

Authors
  • Wiedemann, Felix1, 2
  • 1 Friedrich-Meinecke-Institut, Freie Universität Berlin, Hüttenweg 1, 14195, Germany , (Germany)
  • 2 Institut für Altorientalistik, Freie Universität Berlin, Fabeckstrasse 23-25, 14195, Germany , (Germany)
Type
Published Article
Journal
Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte
Publisher
De Gruyter Oldenbourg
Publication Date
Oct 01, 2019
Volume
67
Issue
4
Pages
593–620
Identifiers
DOI: 10.1515/vfzg-2019-0040
Source
De Gruyter
Keywords
License
Yellow

Abstract

Die Ermordung tausender „asozialer“ Justizgefangener zwischen 1942 und 1944 gehört zu den weniger bekannten NS-Verbrechen. Dabei war das Geschehen bereits in der Nachkriegszeit Gegenstand umfangreicher Ermittlungen, die 1951 im Wiesbadener Juristenprozess gegen führende Ministerialbeamte des ehemaligen Reichsjustizministeriums mündeten. Als unmittelbares Nachfolgeverfahren des Nürnberger Juristenprozesses markiert der mit Freisprüchen endende Wiesbadener Prozess den Übergang von der Besatzungsjustiz zur Justiz der frühen Bundesrepublik. Darüber hinaus reflektiert das Verfahren die spezifischen justiz- und vergangenheitspolitischen Entscheidungen, gesellschaftlichen Narrative und Moralvorstellungen der frühen 1950er Jahre.

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