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Analyse rétrospective de la croissance radiale des chênes de la Forêt Domaniale de la Harth (Haut-Rhin)

Authors
Publication Date
Source
ProdInra
Keywords
  • Chene;Accroissement Diametre;Etat Sanitaire ; Station Forestiere
  • Quercus
  • Arbre Forestier
  • Eau Du Sol
  • Sylviculture
  • Quercus Petraea
  • Quercus Robur
  • Quercus Pubescens
  • Compétition
  • Alsace
  • France
  • Europe
  • Forêt De La Harth
  • Croissance Végétale
  • Facteur édaphique
  • Réserve En Eau Du Sol
  • Facteur écologique
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Abstract

Die Eichen im Harthwald wurden seit 1992 ganz besonders stark von den in den Waldern des Rheintals zu beobachtenden Absterbeerscheinungen betroffen. Dies veranlasste das Office National des Forets ein Beobachtungsnetz zur Erfassung des Gesundheitszustandes der Walder aufzubauen (Observatoire Ecologique de la Harth). Dieses MefSnetz stutzt sich auf insgesamt 68 BeobachtungstUichen mit fUhrender Eiche. Durch die Untersuchung der Blattformen an jeweils 10 Baumen pro Flache konnten drei Eichenarten unterschieden werden (Quercus petrea, Quercus robur, Quercus pubescens), wobei der Anteil der Stieleichen mit 39 % uberwog (61 % Traubeneichen und Flaumeichen) (Breda et al., 1998). Die retrospektive Analyse des Radialzuwachses der 680 Eichen wurde 1995 mit dendrochronologischen Methoden durchgefiihrt. Dabei konnten niedrige mittlere jahrliche Zuwachse (Mittelwert der Periode 1850 bis 1994: 1,5 mmjJahr) nachgewiesen werden, mit einem jahrlichen Schwankungsbereich von 0,8 bis 2,4 mm. Seit den letzten zwanzig Jahren befinden sich die Eichen des Harthwaldes in einer Phase mit niedrigem Zuwachs, wobei jedoch diese "Zuwachskrise" von geringerer Intensitat und kurzerer Dauer ist als die Zuwachse aus den Jahren 1854 - 1874 und 1934 - 1954. Die Lage der Beobachtungsflachen im Waldkomplex beeinflufSt das Zuwachsniveau besonders stark. Es bestehen Unterschiede im frUheren (1890 - 1945) und aktuellen (1967 1994) Durchmesser- und H6henzuwachs zwischen dem n6rdlichen und dem sudlichen Teil des Harthwaldes und stimmen mit den gUnstigeren Klima- und Standortsbedingungen im Suden uberein. Die Stieleiche zeigt sich vom WachstumsrUckgang starker betroffen als die Traubeneiche. Ihr Wachstumsgang fant deutlich ab und unterscheidet sich ab 1972 signifIkant von dem der Traubeneichen im Nord- und Sudteil des Waldes. Auf allen Beo bachtungsflachen erweist sich die Analyse der Standortsfaktoren aufgrund des kombinierten Einflusses von Wasserhaushalt und Nahrstoff-versorgung als schwierig. Die Wasserversorgung scheint allerdings von gr6fSerer Bedeutung zu sein: Eichen mit guter Wasserversorgung werden schon seit sehr langem (1950) in ihrem Wachstum gebremst. 1m Gegensatz dazu war das Wachstum der Baume auf den sehr schwach wasserversorgten Flachen erst seit 1986 stark reduziert. Je weniger nutzbares Wasser sich im Boden bef"mdet, desto frUher tritt die Wachstumsanderung der Stieleiche im Vergleich zur Traubeneiche ein. Eichen auf mafSig sauren bis neutral-sauren Standorten zeigen mindestens seit 1977 das beste Wachstum. Das sind gerade auch die Standorte mit einem uberdies guten Wasserpotential, wo der Wachstumseinbruch der Stieleiche besonders ausgepdigt ist und der Unterschied zwischen beiden Eichenarten am deutlichsten hervortritt. Vom waldbaulichen Standpunkt aus gesehen wird das Wachstum der Baume durch die irmerartliche Konkurrenz sehr stark bedrangt. Gerade im Mittelwald ist der Ruckgang des Wachstums in den letzten Jahren am starksten.

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