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Der Hl. Geist als Norm des Lebens

Authors
Publisher
Catholic Faculty of Theology, University of Zagreb; [email protected]
Publication Date

Abstract

Der Titel dieses Aufsatzes lautet "Der Hl. Geist als Norm des Lebens". Die pneumatologische Dimension ist vom weiten noch nicht genug in der Moraltheologie behandelt. Die Enziklika des Papstes über den Hl. Geist "Dominum et Vivificantem" ist uns jetzt der Anlass, in diesem Aufsatz die pneumatologische Dimension des christlichen Lebens zu vertiefen, den Hl. Geist als Norm in die Mitte des christlichen Lebens zu stellen. Wir gehen Von den biblischen Begründungen aus (I). Obwohl im Alten Testament dem Hl. Geist die Auswirkungen der moralischen Ordnung zugeschrieben wurden, war trotzdem die Norm des allgemeinen Benehmens das sinaitische Gesetz, das auf den Tafeln aufgeschrieben wurde. Im Neuen Testament hingegen wird nicht mehr als Norm des Lebens das alte Gesetz, "die Buchstabe die tötet" sondern "der heilige Geist, der lebendig macht". Hier ist die Rede von einer bestimmten Vergeistlichung, von einer neuen Weise des Seins und des Wirkends (agere sequitur esse!). Diese neue Norm des Lebens definiert der hl. Paulus als "das Gesetzt des lebendigmachenden Geistes in Christus Jesus" (Röm 8, 2). Dieses biblische Fundament hat sein Echo in der Lehre der Väter, der Theologen und der Kirche (II) gefunden. Auch die moralisch-theologischen Handbücher widmen diesem Fundament genug Raum (III). In unserer Behandlung begegnen wir den vielen Faktoren, die für die pneumatologische Fundierung sehr wichtig sind (IV). In dieser Richtung versuchen wir dann einige Richtlinien anzubieten. Zum Schluss zitiere ich die Worte des hl. Johannes Chrysostomos: "Unser Leben sollte so rein sein, dass er keine Schrift benötige: die Gnade Gottes sollte das Buch ersetzten, und wie die Bücher mit der Tinte geschrieben sind, so sollen unsere Herzen mit dem Heiligen Geist ausgeschrieben werden". (Übers. A. Rebic)

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