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Therapie von Verschlüssen der Arteria femoralis superficialis mit einer expandierbaren, endoluminal implantierbaren ePTFE-Prothese nach Endarteriektomie

Authors
Publisher
Universität Ulm. Medizinische Fakultät
Publication Date
Keywords
  • Arteria Femoralis Superficialis
  • Endarteriektomie
  • Intermittent Claudication
  • Prothese
  • Endarterectomy
  • Arterielle Verschlusskrankheit

Abstract

In dieser Studie beschreiben wir unsere ersten Erfahrungen mit einem endoluminal implantierbaren femoro-poplitealen Bypass (Enduring Vascular Graft, EVG) in Kombination mit vorheriger Thrombendarteriektomie (TEA) der Arteria femoralis superficialis (AFS). Die Operation wurde bei 21 Patienten (15 männlich, Durchschnittsalter 67 Jahre) mit symptomatischer, chronischer IC durchgeführt. Der Bypass besteht aus einer dilatierbaren Polytetrafluorethylen (PTFE)-Prothese mit Verstärkungen aus PTFE-Ringen, die den Bypass an das Gefäßlumen andrücken und dort fixieren, eine Kompression oder das Abknicken der Prothese verhindern und einen Stent an der distalen Anastomose unnötig machen. Alle Patienten wurden in regelmäßigen Abständen kontrolliert, einschließlich Angiographie und Farbduplexsonographie. Die durchschnittliche Nachbeobachtungszeit betrug 13 Monate (0,5 - 33). TEA und EVG-Implantation waren bis auf eine Ausnahme, in der aufgrund einer nicht durchführbaren Arteriektomie ein konventioneller Bypass eingesetzt wurde, erfolgreich. Die intraoperative Mortalität betrug 0 %. Der durchschnittliche Ankle-Brachial-Index (ABI) stieg von 0,50 auf 0,98. Während des Nachbeobachtungszeitraums verschlossen sich insgesamt 8 Bypässe, davon 2 Sofortverschlüsse (< 24 h), 4 Frühverschlüsse und 2 Spätverschlüsse, hauptsächlich aufgrund von Stenosen im Bereich der distalen Anastomose. Alle Bypässe wurden erfolgreich revidiert, aber nur 3 Bypässe davon blieben dauerhaft durchgängig. Die primäre Offenheitsrate nach 1 Jahr betrug 41 %, die sekundäre Offenheitsrate betrug 73 %. Der EVG stellt ein weniger invasives Verfahren bei der Behandlung von Verschlüssen und Stenosen der AFS dar. Allerdings sind weitere Verbesserungen nötig, um technische und produktbezogene Fehler zu vermeiden.

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