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Neues Bundesbesoldungsgesetz gefährdet Volontariate

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kritische berichte - Zeitschrift für Kunst- und Kulturwissenschaften
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Abstract

Berufspraxis Stefan Kleineschulte Neues Bundesbesoldungsgesetz gefährdet Volontariate Mit der Neufassung des Bundesbesoldungsgesetzes vom 3.12.1998, das am 1. Janu­ ar diesen Jahres in Kraft trat, wurden die Anwärterinnenbezüge für den Höheren Dienst erheblich reduziert. Da sich die Bezahlung der meisten Volontärinnen in Mu­ seen und in der Denkmalpflege an dieser Vergütung orientiert, ergibt sich bei neu abgeschlossenen Verträgen eine Verminderung der ohnehin geringen Gehälter, so daß nun teilweise Anspruch auf ergänzende Sozialhilfe besteht. Dabei liegt eine zu­ mindest annähernd angemessene Bezahlung durchaus im Interesse von Museen und Denkmalämtern, die auf qualifizierten Nachwuchs angewiesen sind. Zur Vorgeschichte: Seit 1991 treffen sich einmal im Jahr bundesweit Volontä­ rinnen, um ihre Interessenvertretung zu organisieren. Der dort erhobenen Forderung nach einer besser geregelten Ausbildung kam der Kulturausschuß der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (KMK) nach und verabschiedete am 9.3.1995 Grundsätze für die Beschäftigung von wissenschaftlichen Kräften als Volontäre/Volontärinnen an Museen. Für den Be­ reich der Denkmalpflege gilt der Rahmenplan für ein wissenschaftliches Volontari­ at, den die Vereinigung der Landesdenkmalpfleger in der Bundesrepublik Deutsch­ land beschloß. Beide Papiere enthalten keine rechtsverbindlichen Regelungen, son­ dern geben Empfehlungen für Mindeststandards. Die Vergütung soll demzufolge mindestens den Anwärterinnenbezügen für den Höheren Dienst entsprechen. Was damals immerhin eine gewisse Absicherung und Schutz vor allzu heftiger Ausbeu­ tung brachte, erweist sich nun als Bumerang. Mit dem neuen Gesetz wurde die altersabhängige Staffelung der Vergütung ab­ geschafft und einheitlich auf dem unteren Niveau festgesetzt. Darüber hinaus ersetz­ te der niedrigere Familienzuschlag (sie) den vorherigen Verheiratetenzuschlag. Eine zusätzliche Erschwernis entsteht aus der unentschiedenen Be

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