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Österreichs Handelsverkehr mit Italien

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Österreichs Handelsverkehr mit Italien Der österreichisch-italienische Warenaustausch hat sich gegenüber der Vor- kriegszeit erheblich intensiviert. Im Jahre 1954 war Italien in der Einfuhr der drittgrößte und in der Ausfuhr der zweitgrößte Handelspartner Österreichs. Die Struktur des gegenseitigen Handels hat sich allerdings vor allem durch die Industrialisierung Italiens geändert: Österreich führt jetzt relativ mehr Halb- fertig- und Fertigwaren aus Italien ein ufid setzt dort weniger Industriefabrikate ab als früher. Wie vor dem Kriege bilden jedoch noch immer das Rückgrat des gegenseitigen Warenaustausches die Agrarprodukte aus Italien und die Rohstoffe aus Österreich. Nach wie vor ist auch die Handelsbilanz Österreichs im Verkehr mit Italien'hoch aktiv. Italiens handelspolitische Situation Unzureichende heimische Rohstofflager, Über- schüsse an einzelnen landwirtschaftlichen Produkten und einige' leistungsfällige, exportstarke Industrien bestimmen den Außenhandel Italiens. Da an Boden- schätzen nur Schwefel und Quecksilber in reichlichen Mengen vorhanden sind, ist die industrielle Verarbei- tung; auf hohe Importe von Brennstoffen und Mine- ralien angewiesen. So wird in den Hüttenwerken der halbstaatlichen Finsider-Gesellschaft in Piombino Eisen und Stahl ausschließlich mit importierter Kohle und mit reichlichen Importzuschüssen an Eisenerzen und Schratt hergesteHt, die überdimensionierten Erd- ölraffinerien (Neapel, Mailand, Bari und Livorno) verarbeiten nur aus dem Nahen Osten importiertes Rohöl und reexportieren es großteils wieder. Aber auch die landwirtschaftliche Produktion reicht in vie- len Fällen nicht aus, die dichte Bevölkerung, zu er- nähren und besonders: Weizen muß importiert wer- den. Obwohl die Industrie in der Nachkriegszeit einen großen Aufschwung nahm, ist die Beschaffung von Arbeitsplätzen noch immer schwieriger als in irgend einem anderen europäischen Land. Wohl be- steht schon von jeher ein starker Zug zur Auswan- derung und in den letzten

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