Affordable Access

Download Read

Role of ephrinB2 and EphB4 in mouse retinal angiogenesis

Authors
Publisher
Universität Freiburg
Keywords
  • Medicine
  • Angiogenesis
  • Retina
  • Medical Sciences
  • Angiogenese
  • Ephrins
  • Netzhaut
  • Ephrine

Abstract

Eph-Rezeptoren sind mebrandurchspannende Rezeptortyrosinkinasen, die nach Bindung der entsprechenden ebenfalls membranständigen Liganden durch Multimerisierung in der Zellmembran aktiviert werden. Zwei Mitglieder der Ephrinfamilie, EphrinB2 aus der Gruppe der Liganden und EphB4 aus der Gruppe der Rezeptoren, führen je nach Expressionsmuster auf der Zellmembran zu einer Differenzierung des Endothels zu arteriellen oder venösen Gefäßen. Während der Embryonalentwicklung spielen beide Substanzen eine wichtige Rolle für die Entstehung des primären vaskulären Netzwerkes, sowie für die Differenzierung zu Arterien und Venen. Um ihre Rolle für die physiologische und pathologische retinale Gefäßentwicklung herauszufinden, wurde dimeres EphrinB2 oder EphB4 in den Glaskörper von Mäusen unter normalen Bedingungen bzw. im Rahmen eines Mausmodells für ischämieinduzierte Retinopathie injiziert. Nach einer Perfusion mit Fluoreszein-Dextran wurden retinale Flachpräparate angefertigt und verschiedene Merkmale der vorhandenen Retinopathie quantifiziert. Die hierbei berücksichtigten Kriterien waren die Entwicklung von Gefäßknäueln, extraretinale Neovaskularisation, avaskuläre Areale, Gefäßschlängelung und Neovaskularisation der Papille. Um die Existenz beider Substanzen in der Netzhaut der Mäuse zu verifizieren, wurde RNA aus retinalem Gewebe neugeborener Mäuse isoliert und damit eine RT-PCR mit spezifischen Primern durchgeführt. Für die pathologische Gefäßentwicklung ließen sich die angioproliferativen Veränderungen der Netzhaut durch eine einzelne intravitreale Injektion von dimerem EphrinB2 oder EphB4 im Vergleich zu Kontrollaugen, denen eine Pufferlösung injiziert wurde, statistisch signifikant erhöhen. Es konnte kein Effekt auf die physiologische retinale Gefäßentwicklung festgestellt werden. Mit Hilfe der RT-PCR ließen sich EphrinB2 und EphB4 in retinalem Gewebe der Mäuse in unterschiedlichen Phasen der postnatalen Entwicklung nachweisen. Die beschriebenen Befunde deuten darauf hin, dass EphrinB2 und EphB4 bei der pathologischen retinalen Gefäßentwicklung eine Rolle spielen könnten. Es scheint möglich durch eine Differenzierung der Ephrin-Eph-Signalwege die Angiogenese zu beeinflußen. Eine Blockierung solcher Signalkaskaden könnte neue Möglichkeiten für die Behandlung angioproliferativer Erkrankungen schaffen.

There are no comments yet on this publication. Be the first to share your thoughts.