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Der Einfluss von Lautdiskrimination und Nachsprechleistung (HLAD) auf die Rechtschreibung in den ersten sechs Schuljahren - Untersuchung an einer klinischen Population

Authors
Publisher
German Medical Science GMS Publishing House; Düsseldorf
Publication Date
Keywords
  • Ddc:610

Abstract

Ziel: Zusammenhänge von Phonemdiskrimination und Nachsprechleistung im Heidelberger Lautdifferenzierungstest (HLAD) und Rechtschreibleistung wurden im Normkollektiv nur für die ersten Jahre des Schriftspracherwerbs nachgewiesen. Es steht zur Frage, ob bei Kindern mit V.a. AVWS oder LRS auch über das zweite Schuljahr hinaus ein bedeutsamer Zusammenhang besteht. Weiterhin soll untersucht werden, ob sich rechtschreibschwache von unauffälligen Kindern in der Fähigkeit zur Lautdifferenzierung unterscheiden. Methode: 250 Kinder wurden mit dem HLAD und weiteren Verfahren zur Prüfung der AVWS sowie standardisierten Rechtschreib- und Lesetests geprüft. Ergebnisse: Die Korrelationen zwischen Phonemdiskrimination bzw. Nachsprechleistung im HLAD und der Rechtschreibung waren für die ersten beiden Klassen hochsignifikant (1. Kl.: r= .50, bzw. r= .60; 2. Kl.: r= .42, bzw. r= .40), nahmen kontinuierlich zur vierten Klasse hin ab, und zeigten wieder einen starken Zusammenhang in der 5.Kl. (r= .47, bzw. r= .60) und 6. Klasse (r= .76, bzw. r= .74). Im gesamten Kollektiv zeigte sich ein signifikanter Gruppenunterschied in der Lautdifferenzierung und der Nachsprechleistung zwischen den unauffälligen Rechtschreibern und den rechtschreibschwachen Kindern. Fazit: Der Einfluss der Phonemdiskrimination und der Nachsprechleistung zeigt sich bei Rechtschreibschwäche bis in das 6. Schuljahr hinein.

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