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Methodischer Vergleich zweier Messverfahren zur objektiven Erfassung des Schlaf-Wach-Rhythmus (SenseWear Pro 3 vs. Actiwatch AW7)

Authors
Publisher
Universitätsbibliothek Leipzig
Publication Date
Keywords
  • Aktometrie
  • Schlaf
  • Aktimetrie
  • Aktometer
  • Actiwatch
  • Sensewear
  • Schlafdauer
  • Schlaflatenz
  • Schlafeffizienz
  • Actigraphy
  • Actometry
  • Sleep
  • Total Sleep Time
  • Sleep Efficiacy
  • Sleep Latency
  • Ddc:610

Abstract

Die vorliegende Arbeit stellt das Ergebnis einer prospektiven Studie vor, in der zwei Methoden zur objektiven Erfassung des Schlaf-Wach-Rhythmus miteinander verglichen wurden. Der Standard für die Erfassung des Schlafes ist die Polysomnographie. Die Aktometrie, die Erfassung des Schlafes anhand der motorischen Aktivität eines Probanden, bietet im Vergleich zur Polysomnographie eine Reihe von Vorteilen – das Verfahren ist kostengünstig, einfach durchführbar und die Untersuchungen können über einen langen Zeitraum bis zu mehreren Monaten in der häuslichen Umgebung der Probanden stattfinden. Als nachteilig erweist sich die Gefahr der Überschätzung der Schlafdauer, vor allem bei Schlafstörungen. Dies macht die Entwicklung neuer Geräte, die zusätzlich zur Aktometrie weitere Parameter zur Schlaf-Wach-Klassifikation erheben, notwendig. In dieser Arbeit wurde das klassische und in vielen Studien validierte Aktometer Actiwatch AW7 mit dem neuen Gerät SenseWear Pro 3 verglichen. SenseWear erfasst zusätzlich zur Akzelerometrie weitere Parameter wie Hautleitfähigkeit und Wärmeabgabe. Der Vergleich wurde anhand der Daten durchgeführt, die an 26 Probanden erhoben werden konnten, die beide Geräte gleichzeitig über mindestens fünf Nächte trugen. SenseWear und Actiwatch unterschieden sich dabei signifikant in den Messergebnissen zur Gesamtschlafdauer, Schlafeffizienz und Schlaflatenz. Bei hoher Sensitivität hatte SenseWear eine niedrige Spezifität verglichen mit Actiwatch. Dies könnte ein Hinweis dafür sein, dass SenseWear durch seine multidimensionale Messmethodik wache Phasen eher als solche erkennen kann. Dies muss in weiteren Vergleichsstudien, vor allem im Vergleich zur Polysomnographie, untersucht werden.

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