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ELTERLICHE ERZIEHUNGSMASSNAHMEN UND GEGENSEITIGE BEZIEHUNGEN ZWISCHEN ADOLESZENTEN

Authors
Publisher
Institute of Social Sciences IVO PILAR
Publication Date

Abstract

Ziel dieser Untersuchung war zu hinterfragen, welche Aspekte im Verhaltnis zwischen Eltern und Adoleszenten wichtig sind fur die gegenseitigen Beziehungen der Kinder zu ihren Altersgenossen. An der Untersuchung nahmen 508 Familien teil. Befragt wurden insgesamt 969 Eltern (502 MOtter und 467 Vater) sowie 508 Adoleszenten (254 Madchen und 254 Jungen) im Alter zwischen 12 und 18 Jahren. Die Eltern fUlIten Fragebogen aus, anhand deren ihr Verhaltnis zu den Kindern gem essen wurde; die Jugendlichen wiederum fOIlten Fragebogen aus, anhand deren man ihre Beziehungen zu denAltersgenossen ermittelte. Es wurden mehrere Beurteilungsskalen angewandt, um die verschiedenen elterlichen Erziehungsmar..nahmen zu ermitteln; diese umfassen: Akzeptieren, Innigkeit, Teilnahme an der Erziehung, Verstandnis, GefUhlskalte und Kontrolle. Die Indikatoren tur die Ermittlung der gegenseitigen Beziehungen der Jugendlichen untereinander lauten: Haufigkeit des Umgangs mit Gleichaltrigen, Bestehen eines besten Freundes bzw. einer besten Freundin, die . selbst wahrgenommene eigene Anerkennung unter Gleichaltrigen sowie ein inniges Verhaltnis zu Freunden. Die Umfrageergebnisse zeigten, dar.. in bezug auf die gegenseitigen Beziehungen zwischen den Adoleszenten zwei Aspekte unterschieden werden mussert zum einen die Teilnahme an Aktivitaten mitAltersgenossen (definiert durch die Zahl gemeinsamer Unternehmungen sowie oberflachliche Freundschaften), zum anderen die QuaIitat der Beziehungen zu Freunden (definiert durch das eigene Erlebnis der Anerkennung bei den Altersgenossen und ein inniges Verhaltnis zu Freunden). Auf elterlicher Seite erwiesen sich das Akzeptieren des Kindes und die Kontrolle Ober das Kind als die wichtigsten Variablen. Verschiedene Aspekte des Eltern-Kind- Verhaltnisses stehen in Bezug zur lntensitat und Oualitat des Umgangs der Adoleszenten miteinander. Wahrend eine schwach ausgepragte elterliche Kontrolle als starkster Pradiktor fur die Teilnahme an Aktivitaten mit Gleichaltrigen gilt, kann aufgrund der elterlichen Akzeptierung des Kindes am ehesten angenommen werden, dar.. dieses gute Beziehungen zu seinen Altersgenossen knOpfen wird. Dafš die elterlichen Erziehungsmal:?nahmen eine ahnliche Wirkung erzieien, ist aus den Ergebnissen ebenfalls einsichtig.

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