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Zur 4. Kunsthistorikerinnen-Tagung in Berlin-West vom 21.-25. September 1988

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kritische berichte - Zeitschrift für Kunst- und Kulturwissenschaften
Publication Date

Abstract

Daniela Hammer­Tugendhat Zur 4. Kunsthistorikerinnen-Tagung in Berlin-West vom 21.-25. September 1988 Vier Themenbereiche wurden an der Kunsthisto­ rikerinnen­Tagung in Berlin zur Diskussion gestellt: ­ Spiegelungen oder: Identifikationsmuster patriarchaler Kunstgeschichte ­ Mäzenatin ­ Muse ­ Museumspädagogin: Kunstförderung und ­Vermittlung als Frauen­ arbeit ­ »Männliche« und »weibliche« Künste? Geschlechterverhältnisse in Kunstgattungen und Medien ­ Zur ästhetischen Organisation von Macht­ Sexualität­Gewalt in bildlichen Darstellungen Die Thesen der einzelnen Sektionen und Referate sind im Reader nachzulesen. Es scheint mir nicht sinnvoll, dies zusammenfassend zu wiederholen. Ich beschränke mich im folgenden auf einige Bemerkungen zur Tagungsstruktur und zum ersten Themen­Schwerpunkt. Diese Sektion erscheint mir auf Grund des prinzipiellen Charak­ ters ihrer Thematik von besonderer Bedeutung. Bei der ersten Tagung 1982 in Marburg kamen etwas über 100 Kunsthistorikerinnen zusammen, in Wien 1986 bereits zwischen 400­500; in Berlin aber waren wir 800. Dies ist ein großer Erfolg; eindrücklich zeigt sich das Bedürf­ nis an einer feministisch orientierten Kunstwis­ senschaft. Aus einem kleinen Kreis von Interes­ sierten ist eine Bewegung geworden, die auch nach außen wirkt, was u.a. die Eröffnungsreden von Carola von Braun, Frauenbeauftragte des Berliner Senats, des Präsidenten der HdK und des Vizepräsidenten der TU bzw. die Resonanz in Rundfunk und Presse bezeugen. Diese erfreu­ liche Entwicklung hat allerdings auch eine Kehrseite, die vielfach beklagt worden ist. Die intime Atmosphäre, das intensive Gesprächs­ klima ist einem offizielleren Kongressklima gewichen. Dies ist ein Widerspruch, der, wie die Vorbereitungsgruppe wohl zu Recht betonte, nicht aufgehoben, sondern nur ansatzweise durch die Durchführung kleinerer Tagungen zu spezifischen Themen parallel zu den großen Kongressen angegangen werden kann. Bei der Wiener Tagung wurde kritisiert

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