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Die Stellung der Schweiz im Wettbewerb um internationale Bankeinlagen: Eine internationale Querschnittsanalyse

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Die Stellung der Schweiz im Wettbewerb um internationa- le Bankeinlagen: Eine internationale Querschnittsanalyse G E O R G E S H E L D O N * 1. EINLEITUNG Internationale Bankeinlagen stellen Bankguthaben dar, bei denen der Kontoinhaber nicht im gleichen Land wohnt, in welchem das Konto geführt wird. Das heisst, die Geschäfts- verbindung zwischen Bank und Kunden ist grenzüberschreitend . Bei einem Grossteil derartiger Bankguthaben ist der Gläubiger eine Bank (Interbankguthaben). So gehören weltweit rund 80% aller grenzüberschreitenden Konten Banken (GRILLI, 1989, 396). In der Schweiz dagegen sind Interbankeinlagen von wesentlich geringerer Bedeutung. Sie machen lediglich etwa ein Viertel aller ausländischen Einlagen aus (CAMEN, 1990, 5). Entsprechend klein ist deshalb auch der Weltmarktanteil der Schweiz: Er liegt unter 2%, verglichen mit einem Anteil von 15% bei Nichtbankkunden (GRILLI, 1989, 398). Inter- nationale Bankeinlagen werden meistens in einer Fremdwährung gehalten. In der Schweiz ist dies nicht anders: Rund 80% derartiger Guthaben lauten nicht auf Schwei- zerfranken (SNB, 1990,171), sondern in erster Linie auf US-Dollar (50%) und Deutsche Mark (12%). Grenzüberschreitende Bankeinlagen tragen in der Regel auch kurze Lauf- zeiten: Hierzulande setzen sie sich zu 80% aus Sichteinlagen oder Termineinlagen mit Laufzeiten bis zu 90 Tagen zusammen. Der Weltmarkt für internationale Bankeinlagen expandiert stark. Bezogen auf das aggregierte Produktionsvolumen aller OECD-Länder nahm der Bestand an solchen Depositen zwischen 1972 und 1986 von 10% auf 35% zu (GRILLI, 1989,396). Ende 1989 betrug der Weltbestand an ausländischen Guthaben $5,6 Billionen. In der Schweiz haben * FAI, Universität Basel, Leonhardsgraben 3, CH-4051 Basel.Die Arbeit wurde im Rahmen eines Projekts des NFP-28 erstellt. Der Verfasser dankt seinen Kollegen an der FAI und den Projektmitarbeitern des CIEMB in Genf für wichtige Hinweise. Ein besonderer Dank gebührt der BIZ sowie ihren Mitarbeitern Dr. H

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