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Soziale Entropie: Die Natur-Gesellschaft-Differenz am Beispiel thermodynamischer Gesellschaftsmodelle

Authors
Publisher
Westdt. Verl.
Publication Date
Keywords
  • Science
  • Naturwissenschaften
  • Natur
  • Gesellschaft
  • Differenzierung
  • Paradigma
  • Entropie
  • Physik
  • Energie
  • Ressourcen
  • Naturwissenschaft
  • Xxx. Ag Soziologie Und Ökologie
  • Naturwissenschaften
  • Technik(-Wissenschaften)
  • Angewandte Wissenschaften
  • Natural Science And Engineering
  • Applied Science
  • Basic Research
  • Epistemological
  • Grundlagenforschung
  • Wissenschaftstheoretisch

Abstract

"Seit mehr als 20 Jahren wird von einigen Seiten der soziologischen community eine disziplinäre Neubestimmung der Soziologie angesichts der ökologischen Frage propagiert. Ein Paradigmenwechsel hin zu einer ökologischen Soziologie wäre notwendig (Catton/ Dunlap), zu einer 'sociology in which nature matters' (Murphy). Dabei ist allerdings äußerst unklar, wie diese Integration der Natur-Gesellschafts-Differenz gesellschaftstheoretisch erfolgen soll. Geht man nicht von vornherein davon aus, daß die Soziologie bei der Analyse gesellschaftlich verursachter Umweltzerstörungen mit ihren disziplinspezifischen Mitteln das Auslangen finden kann, dann müssen solche Versuche verstärkt hinsichtlich ihrer Stärken und Schwächen diskutiert werden. Das Spektrum dieser Integrationsversuche ist allerdings ebenso breit wie unausgearbeitet und unterscheidet sich z.B. nach dem jeweiligen, disziplinspezifischen Denkmuster zur Umweltschädlichkeit menschlichen Handelns und gesellschaftlicher Organisation. Fischer-Kowalski etwa unterscheidet vier solcher Denkmuster (Vergiftung, natürliches Gleichgewicht, Konvivialität, Entropie). In letzter Zeit mehren sich sozialtheoretische Versuche, die Problematik gesellschaftlicher Naturverhältnisse am physikalischen Modell der Thermodynamik und der Entropie zu orientieren. Im Vortrag soll am Beispiel des Entropiekonzepts gezeigt werden, wie naturwissenschaftliche Modelle sozialtheoretisch adaptiert werden und welcher Erklärungsgewinn mit diesem Theorietransfer verbunden ist (oder sein könnte). Ausgehend von der Auseinandersetzung mit diesen entropieorientierten Gesellschaftsmodellen soll dann genereller gefragt werden, wie weit der oftmals geforderte Paradigmenwechsel der Soziologie angesichts der ökologischen Herausforderung bisher gediehen ist und welche Probleme und Möglichkeiten anti-dualistische Konzeptionen des Natur-Gesellschafts-Verhältnisses für die soziologische Theoriebildung und die sozialwissenschaftliche Umweltforschung mit sich bringen." (Autorenreferat)

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