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Der Zusammenhang zwischen grundlegenden Persönlichkeitsdimensionen und Depressivität in der Frühadoleszenz

Authors
Publisher
Institute of Social Sciences IVO PILAR

Abstract

Vorläuferstudien haben gezeigt, dass zwischen grundlegenden Persönlichkeitsdimensionen (nach Eysenck) und psychopathologischen Erscheinungen in der Frühadoleszenz ein Zusammenhang besteht. Ziel dieser Arbeit ist, diesen Zusammenhang sowie mögliche Interaktionen zwischen genannten Persönlichkeitsdimensionen zu ermitteln. An der Untersuchung nahmen 583 Adoleszenten beiderlei Geschlechts im Alter von 12 bis 15 Jahren teil. Die Resultate ergaben, dass die drei angeführten Persönlichkeitsdimensionen in beträchtlichem Ausmaß mit den ermittelten Werten auf der Depressivitäts-Skala korrelieren. Adoleszenten mit einer ausgeprägteren Neigung zu Depressionen offenbarten ein Verhalten, das in erhöhtem Maße neurotisch und psychotisch ist; niedrigere Werte ergaben sich hingegen bezüglich Extraversion und der Neigung zum Lügen. Mädchen berichten von einer größeren Zahl depressiver Symptome als Jungen. Jungen neigen eher zu psychotischem Verhalten, Mädchen wiederum eher zu neurotischem Verhalten gepaart mit der Gewohnheit zu lügen. Eine hierarchische Regressionsanalyse ergab, dass anhand der eingesetzten Prädiktor- -Variablen (Geschlecht, Bildungsgrad der Eltern, neurotisches Verhalten, psychotisches Verhalten, Extraversion) 40% der Depressivitäts-Varianzen erklärt werden können. Das größte Gewicht haben dabei die Prädiktoren: neurotisches und psychotisches Verhalten, Extraversion, ferner die zweifache Interaktion zwischen Extraversion und psychotischem Verhalten, worauf zusätzlich 1% abfällt, was die Variabilität von Depressionssymptomen mit erläutert. Introvertierte Adoleszenten mit ausgeprägtem psychotischem Verhalten sind depressiver, während bei extravertierten Jugendlichen ein solcher Zusammenhang nicht festgestellt werden konnte.

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