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Ergebnisse aus dem Kinder- und Jugendgesundheitssurvey (KiGGS)

Authors
Publisher
Epidemiologie und Gesundheitsberichterstattung
Publication Date
Keywords
  • Medizin
  • Humans
  • Cross-Sectional Studies
  • Germany
  • Health Surveys
  • Emigration And Immigration/Statistics & Numerical Data
  • Social Environment
  • Socioeconomic Factors
  • Asthma/Epidemiology
  • Dermatitis
  • Allergic Contact/Epidemiology
  • Food Hypersensitivity/Epidemiology
  • Hypersensitivity/Epidemiology
  • Hypersensitivity/Etiology
  • Rhinitis
  • Allergic
  • Perennial/Epidemiology
  • Seasonal/Epidemiology
  • Ddc:610

Abstract

Im Kinder- und Jugendgesundheitssurvey (KiGGS) wurden von 2003–2006 an einer bevölkerungsbezogenen Stichprobe von 17.641 0- bis 17-Jährigen Daten zu allergischen Erkrankungen (Asthma, atopisches Ekzem, Heuschnupfen, allergisches Kontaktekzem) erhoben und Blutproben auf spezifische IgE-Antikörper gegen 20 verbreitete Allergene untersucht. Die Lebenszeitprävalenz (LZP) mindestens einer atopischen Erkrankung betrug 22,9 % (95 %- KI 22,0–23,7 %), die 12-Monats-Prävalenz (12MP) 16,1 % (15,4–16,8 %); Jungen (17,3; 16,3–18,2 %) waren häufiger betroffen als Mädchen (14,9; 14,0–15,8 %). Kinder mit Migrationshintergrund waren aktuell seltener von einer atopischen Erkrankung betroffen, ebenso Kinder aus Familien mit niedrigem Sozialstatus. Die LZP des allergischen Kontaktekzems lag nach Elternangaben bei 9,9 % (9,4–10,5 %); Mädchen (13,8; 12,9–14,8 %) waren häufiger betroffen als Jungen (6,2; 5,6–6,9 %). 40,8 % (39,6–42,0 %) der 3- bis 17-Jährigen waren gegenüber mindestens einem der getesteten Allergene sensibilisiert; Jungen (45,0; 43,5–46,5 %) häufiger als Mädchen (36,4; 35,0–37,9 %). In den alten Bundesländern war die LZP des allergischen Kontaktekzems höher (10,2; 9,6–10,9 %) als in den neuen Bundesländern (8,4; 7,4–9,6 %); ansonsten zeigten sich keine Ost-West-Unterschiede. Die KiGGS-Daten liefern erstmals bundesweit repräsentative Daten über allergische Erkrankungen und Sensibilisierungen. Die beobachteten Prävalenzunterschiede stehen in weitgehender Übereinstimmung mit bisherigen Studien und können die Hygienehypothese stützen. Die Prävalenzen zwischen Ost- und Westdeutschland scheinen sich inzwischen vollständig angenähert zu haben.

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