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Vergleich der Musikwahrnehmung von Cochlear Implant Trägern, Cochlear Implant-Kandidaten und Hörgeräteträgern

Authors
Publisher
German Medical Science GMS Publishing House; Düsseldorf
Publication Date
Keywords
  • Ddc:610

Abstract

Hintergrund: Fragebogenstudien haben gezeigt, dass die musikalischen Aktivitäten nach der CI-Implantation zunehmen und dass CI Träger regelmässig Musik hören . Jedoch wurde in der einzigen Studie, in der die Musikwahrnehmung bei Patienten vor und nach der Implantation gemessen wurde, gezeigt, dass die Fähigkeiten zum Pitchranking und der Melodieerkennung nach der Implantation abnehmen . Ziel der vorliegenden Studie ist es die Musikhörfähigkeit von CI-Patienten mit Medelimplantaten mit denen von CI-Kandidaten und Hörgeräteträgern mit geringgradiger Hörstörung zu vergleichen.Material und Methoden: Der MUMU Fragebogen und der Mu.S.I.C Tests, standardisierte Instrumente zur Erfassung der objektiven und subjektiven Musikhörfähigkeit von Hörgeschädigten, wurden in einer prospektiven Querschnittstudie eingesetzt. Es wurden 31 CI-Träger mit Medel Implantaten getestet. Die Hörgeräteträger wurden unterteilt in solche mit hochgradigem/an Taubheit grenzendem Hörverlust (CI-Kandidaten, n=7) und solche mit gering/mittelgradiger Schwerhörigkeit (n=8). Die musikalischen Aktivitäten der drei Gruppen vor Hörminderung sowie die Alterststruktur waren gleich. Die Daten wurden mittels SPSS analysiert.Ergebnisse: Obwohl die CI Träger Musik so häufig hören wie die beiden Hörgerätegruppen, singen sie signifikant seltener und spielen signifikant seltener ein Instrument. Im Mu.S.I.C Test waren keine Unterschiede zwischen den Gruppen nachweisbar.Diskussion: Diese Studie bestätigt die Ergebnisse von Looi nicht. Sie sind plausibel vor dem Hintergrund postoperativ zunehmender musikalischer Aktivitäten.

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