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DIE MITTELALTERLICHEN DENKMlALER VON VILLAE DE BLISOY

Authors
Publisher
Museum of Croatian Archaeological Monuments; [email protected]
Publication Date

Abstract

Das Dorf Blizna dst TeN der Karstregjon von DalmaTinska Zagora, einer wasserrarmen Gegend ·mit rbescheidenem agrariroh.en Poten:z:ial. Dari<ng 1iegt der Grund, daB es hier kcine §roBeren antiken ZeTlltren oder mittelalterliohen Siedll.lJI1gen gegeben hat, 'I.1!l1d damit auoh ikeine qualirtatvo1len Kunsrtdenkmaler oder Bauten. Deshal.b jst das ganze Gebietin archaologischer Hin.sicbt fast molakt ,und unerforscht. Umso wichit:iger sind die Zufalls·fUnde vorromandscher Sk!ul:ptur und eines sak'ralen Objektes in Bli.ma, im HinJtenland von Trogir, die der .A!Il.laB ·filr systematische Rekognosxienmge.n l.II'ld ForschuI1igsM'.beiten nicht nur ·in Blinna, sondem in der ganzen Dalmatinska Zagora waren. Die Fragmente der vorromanischen !Kirchenemriohtung aus Bilina, als erster Fund dlieser IADt din Dalmatinska Zagora, sind nicht nur aJlS neuer Punkt auf der archaolo.gischen :Karte dieser Kategorie von Wiohtigkcit, sondem weisen auch im Rah.men der Region selbst aJUIf die Bedeutung l.IJI1d RoHe der K!i;rohe hin, der sie angehort haben, sowie auf diejen1ge des unbekaIl'I1lten Stiifters. Die stilisrtdsch.;ty;pologlsche Analyse der erhal.tenen Fragmente einer Alitarschranke er.garb enge Analogien mit Mi,tteIdalmatien, d.h. IDit ei!Iler Zone in der vorromamsooe Wel1kst3itten von Split und Trogir ihre Ta1'i.gke~t entfa!rt:eten. Die Analoglien mit der gleichaI1tigen SlkulptuT 'Von Split und Trogk, sowie rit derjenigen aus Stupovi in BdSlkup.i.ja bei t.KI11.rin, 'UIld Crkvina in Mokro Polje, ermogliohen best'~mmte SchluBiolgerungen und Vorausset2Jt.IJI1gen, die unsere bisherigen Erkermtnisse tibet die vorromanisohe Slrulptur MitJteldalma'tiens erga,nzen. Der Ver-gleich mirt der KiToheneinrichtung von Stupovi :in Bdslrupija ergab die chronologisobe ,Basis auch fUr die SkulptJUr aus Blizna, und ZWaJl' die zwei,te HaMite des IX. Jhs., genauer gesagt die ZeJ.t des Fti'l'sten Branimir. Epigra.phische VibereinSltimml.lJI1gen und gleichartige Kompos1,tionslOsungen weisen darauf hin, daE die byzanti.nische Stadt T'rogir der Sj:tz einer WeI1kstatJt gewesen jst, die fi1r die Kirche .in Blizna gearbeitert ha.t. Bs list his je~t .nicht gelungen, die WeI1ks.tatt seJibst, ilir WeIlk, das MotiJvrepertoi<r und ihre Komposi,tionen genauer zu bestimmen. Das Kompositionsshema des Archirtravs der AltMschranike aus Bluna wurde .in rustifi2lierrter Weise an dem Arohitlrav aus Mokro Polje imitdert, was uns ermoglicht, die Kiroheneimichtung von Mokro Polje als ungeschiokte Imitation von Vorbildem seitens der lokaJen Meister zu er'kennen. Daraus ergibt sich die systematische archaologische Erf.orschflIDg der FUIKlstel1e BLizna als aktuelle Aufgabe unserer m1ttelalterHchen Airchaologie, um auf diese Weise die auffallende Leere an dieser Stel'le der arohaologisohen Karte von Kroatien ·im friihen MJi.ttela1ter ZiU beseitigen.

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