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Gleichklang und Reim in antiker Posie

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Universitäts- und Landesbibliothek
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Programm des Großherzoglichen Gymnasiums zu Büdingen - Gleichklang und Reim in antiker Posie MeschNaug und Wenn iu antsVeV PVefie. Seit Wilhelm Glimm es unternommenhatte, die Erscheinung des Reims aus der spätlateinischen Kirchenpoesie und seinem frühesten Vorkommen in unsrer Muttersprache in die römische Nationaldichtungdes 1. Jahrhunderts v. Chr. zurück zu verfolgen, ist der Reim in der Litteratur der Griechen und Römer wiederholt Gegenstand wissenschaftlicher Erörterung gewesen. Die neueren Forscher haben entweder unter Nichtbeachtung der von Grimm gewonnenenResultate eigene, neue Bahnen eingeschlagen— so namentlichWölfflin —, oder sie haben — wie z. B. Usener — ihnen gegenüber geradezu eine ablehnende Stellung eingenommen. Jedenfalls ist Grimms Untersuchungen eine wesentliche Stütze und Bereicherungnicht zu Teil geworden. Im Einzelnen haben natürlich die verschiedenen Arten des Gleichklangsvielfach teils bei den Kommen¬ tatoren gelegentlicheErwähnung, teils in Mouographieen eingehendere Betrachtung gefunden. Eine zusam¬ menfassende Uebersicht dagegen ist meines Wissens nicht vorhanden. Eine solche in kurzen Zügen zu geben, soll neben einer genaueren Untersuchung des leoninischen Pentameters in der griechischen Elegie Zweck nachfolgender Zeilen fein. Es war nicht thunlich, bei einer jeden angeführten Stelle zu bemerken, ob und von wem dieselbe bereits in ähnlichem Sinne angezogenworden ist. Große Kürze schien namentlichda am Platze, wo ein Gebiet bereits in Einzelschriften erschöpfende Behandlung erfahren hat. So findet die Allitteration, namentlichdie in der Litteratur der Römer, im Hinblick auf die Arbeiten von Wölfflin*) und Buchhold nur ge¬ legentlich Erwähnung. Als Otfried von Weißenburg sein..Evangelienbuch" schrieb und in dieser Dichtung zum ersten Male in deutscher Poesie die alte Allitteration durch den Endreim ersetzte, war dieser der lateinischen Dichtung längst vertraut. In den gleichzeitigenund selbst älteren lateinischen Hymnen wird der Reim schon mit großer Ge¬ wand

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