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Über die periodische Extremitätenlähmung, besonders ihre pathologisch-anatomischen Befunde

Authors
Publisher
岡山医学会
Publication Date

Abstract

Auf Grund der Angaben einiger Autoren haben wir einige Nacbprüfungen an einem 21 jährigen Patienten mit typischer periodischer Extremitätenlähmung gemacht und folgende Resultate erzielt: 1) Nach 4 maliger Injektion von Adrenalin (1/1000 Adrenalin 1.0cc. tägl. einmal) konnten wir einen dem spontanen ganz gleichen Anfall hervorrufen. 2) Wir konnten einen leichten Anfall dadurch hervorrufen, dass wir den Patienten, welcher vorher 7 Tage lang mit kohlenhydratreicher Nahrung (Eiweiss, 59.0-70.1gr. Fett, 14.0-21.3gr. Kohlenhydrat, 426.0-485.0gr. tägl) behundelt worden war, Kohlenhydrat bis zur Sättigung aufnehmen liessen. 3). Ferner konnten wir den Anfall durch eine relativ kleine Dosis Thyreoidin (Thyreoidin 3.2gr. KJ 5.6gr.) hervorrufen. Der Patient starb bei einem der Aufälle an Herzläbmung und wurde obduziert. Mit Rücksicht auf die histologischen Untersuchungen können wir besonders folgende Befunde hervorheben. 1) Das Epithelkörperchen ist reich an dunkelen Hauptzellen, was mehr auf seinen funktionellen Stillstand schliessen lässt. 2) Die Follikel der Thyreoidea sind verschieden gross und unregelmässig angeordnet, ihre Wände sind wellenförmig. Hier und da kann man ein Bild finden, dass zur Annahme einer Neubildung von Follikeln berechitigt. Somit kann man vielmehr daraus auf eine Funktionssteigerung der Drüse schliessen. 3) Das Pankreas zeigt, wenn man auch wegen starker postmortaler Veränderung nichts Schicheres sagen, im allgemeinen doch eine Verminderung an Zahl und Verkleinerung an Grösse der Langerhans'schen Inseln. 4) Besonders bemerkenswert sind die Hoden. Man findet sehr starke Wucherungen der Zwischenzellen in ihrem Interstitium, während das Parenchym sowohl an Form und Grösse als auch an Konsistenz keine Besonderheiten zeigt. Nach den obigen Befunden möchten wir das Wesen der Krankheit auf eine Störung des Kohlenhydratstoffwechsels durch Dysfunktion gewisser endkriner Organe zurückführen, und zugleich betonen, dass auch die Geschlechtsdrüse dabei eine grosse Rolle spielt. Der Umstand, dass die Erkrankung sehr oft in die Pubertätszeit fällt, dass sich ihre Anfälle mit zunehmendem Alter zahlenmässig vermindern und dass bei unserem Fall die Zwischenzellen der Hoden stark gewuchert sind, scheint uns gewisse Anhaltspunkte für die Richtigkeit unserer Ansicht zu geben.

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