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Professionalisierungsbestrebungen im Coaching. (Re-)Konstruktion von Forschungsansaetzen

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Abstract

Die spaetmoderne Gesellschaft verlangt nach Beratung. An der Schnittkante von organisationalem und gesellschaftlichem Leben ist ein breites Beratungsgeflecht entstanden, zu dessen bekanntesten Formen heute Coaching zaehlt. Ohne verbindliche Standards ist die Qualitaet von Coaching nicht ueberpruefbar, was unter dem Begriff des „Scharlatanerieproblems“ salonfaehig geworden ist. Um den weltweiten Siegeszug von Coaching als Beratungsform nicht nur marktlich, sondern auch akademisch – d.h. wissenschaftlich – erklaerbar zu machen, liegt eine professionstheoretische Auseinandersetzung mit Coaching nahe. Der heutige Forschungsstand kann aus verschiedener Hinsicht als defizitaer bezeichnet werden: Aufgrund einer weit zerkluefteten Coaching-Landschaft, einer fehlenden gemeinsamen Agenda sowie qualitativ hoechst unterschiedlichen Studien in Verbindung mit der erkenntnisproduktiven Konfliktspannung zwischen Wissenschaft und Praxis, warum ueberhaupt geforscht werden sollte, wird das „Scharlatanerieproblem“ gleichsam in sich verschraenkt. In diesem Buch wird der Versuch unternommen, eine Forschungsprogrammatik fuer Coaching auf dem Weg zu einer Profession aufzustellen. Dabei wird untersucht, inwieweit interessengeleitete Coaching-Forschung zu dessen Professionalisierung beitraegt, d.h. ob es fuer ausgewaehlte Coaching-Stakeholder ueberhaupt wichtig und notwendig ist zu forschen bzw. in welchen Feldern. Das Buch gibt einen detaillierten ueberblick ueber die Aktivitaeten der (internationalen) Coaching-Szene als ein Feld widerstreitender Interessen, aus dem klar wird, wie wenig selbstverstaendlich eine Verwissenschaftlichung ist, und richtet sich an Wissenschaftler, Coaching-Praktiker und -Interessenten gleichermassen.

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