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Stellungnahme des Arbeitskreises Blut (S12) zum Beratungsergebnis der Bundesärztekammer

Publisher
Robert Koch-Institut
Publication Date
Keywords
  • Medizin
  • Arbeitskreis Blut
  • Ak Blut
  • Blutspende
  • Ddc:610

Abstract

Bundesgesundheitsbl 2013 · 56:1340–1341 DOI 10.1007/s00103-013-1838-7 © Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2013 Mitteilungen des Arbeitskreises Blut des Bundesministeriums für Gesundheit Befristete Rückstellung von der Blutspende bei Personen mit sexuellem Risikoverhalten Stellungnahme des Arbeitskreises Blut (S12) zum Beratungsergebnis der Bundesärztekammer Bei der 75. Sitzung des Arbeitskreises Blut am 05.03.2013 wurde folgende Stellungnahme verabschiedet: Der AK Blut nimmt das Beratungsergeb­ nis der gemeinsamen Arbeitsgruppe aus Vertretern des „Arbeitskreises Blut nach § 24 TFG“ und des Ständigen Arbeits­ kreises „Richtlinien Hämotherapie nach §§ 12 und 18 TFG“ des Wissenschaftli­ chen Beirats der Bundesärztekammer „Blutspendeausschluss von Personen mit sexuellem Risikoverhalten“ (http://www. bundesaerztekammer.de/downloads/ Blutspende_24052013.pdf) zustimmend zur Kenntnis. Er stimmt mit der grundsätzlichen Aussage überein, dass unter wissenschaft­ lichen Gesichtspunkten eine befristete Rückstellung von der Spende statt eines Dauerausschlusses nach Beendigung eines sexuellen Risikoverhaltens ausrei­ chend wäre, um mindestens eine ver­ gleichbare Sicherheit der Blutprodukte zu erzielen. Der Spenderausschluss ist eine Sicherheitsmaßnahme die – ergänzend zu objektiv messbaren Laborparametern – wesentlich auf gelungener Kommuni­ kation mit der Folge möglichst vollstän­ diger und korrekter subjektiver Angaben des Spenders beruht. Diese hängt wieder­ um von der Verständlichkeit des Frage­ bogens, der Akzeptanz der mit den Fra­ gen verfolgten Zwecke und der Koopera­ tionsbereitschaft des Spenders ab (Spen­ deradhärenz). Relevant sind in diesem Zusammenhang u. a die folgenden Faktoren: F Verständlichkeit der Darstellung, F Schaffung von Verständnis und Ak­ zeptanz der zum Ausschluss führen­ den Fragen, F Vermeidung eines Eindrucks von Diskriminierung, F Verminderung des Einflusses ande­ rer, nicht direkt mit der Blutspende zusammenhängender Faktoren

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