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L'âne qui peint avec sa queue [Boronali au Salon des Indépendants, 1910]

Authors
Journal
Actes de la recherche en sciences sociales
0335-5322
Publisher
CAIRN
Publication Date
Volume
88
Issue
1
Identifiers
DOI: 10.3406/arss.1991.2980

Abstract

Der mit dem Schwanz malende Esel. Der 1884 gegrundete Salon des Artistes indépendants [Salon der Unabhängigen Künstler] verfügt über keine Jury ; er steht jedem offen, der sein Werk dem Urteil der Öffentlichkeit aussetzen möchte. 1910 will Roland Dorgelès, ein junger Journalist, den durch diesen Liberalismus beförderten Mißkredit, wie er meint, anprangern und zugleich die Anmafiungen der neuen Schulen (Fauvismus, Futurismus) wie auch die von der zeitgenössichen Kritik den Ausländern zugeschriebenen Absonderlichkeiten ins Lächerliche ziehen. Zur Verulkung der Kunstliebhaber stellt er ein Gemälde "Sonnenuntergang an der Adria" aus, das der Katalog J. R. Boronali zuschreibt, das aber laut einem amtlichen Protokoll, das in einer Zeitschrift veröffentlicht wird, von einem Esel fabriziert wurde. Eine Analyse der Pressekommentare zu dieser "Malerfarce" belegt, daß diese keineswegs alle Welt zum Schmunzeln gebracht hat. Legt sie doch den "Wert" in Zweifel, der generell einem Kunstwerk zuerkannt wird.

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