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Uber das sog. striäre Blutsyndrom

Authors
Publisher
岡山医学会
Publication Date

Abstract

Im Jahre 1923 beobachteteu Sato und Yoshimatsu ein eigenartiges Blutbild bei zwei Fällen von akuter Encephalitis epidemica, d.h. während die Oxydasereaktiou nach Winkler und Schultze positiv siud, war die Peroxydasereaktion nach Sato uud Sekiya (Kupfervitriollosung, danu Benzidin und H(2)O(2)) in den rnyeloischeu Leukozyten des strömenden Blutes negativ. In weiteren Versuchen mit Schädigung des Striatum von Kaninchen konnten sie das gleiche Blutbild hervorrufeu (sog. Peroxydasestich). Deshalb kam Sato nun auf die Vermutung, dass es sich bei diesem Blutsyndrom um Funktionestöungeu des Striatum irn Hirustamm handelu könnte, und nannte dieses Phänomen "striäres Blutsyndrom". Sie stellten dieses Blutsyndrom nur auf der Höhe des Krankheitsstadiums fest; bei Besserung des Krankheitsprozesses verschwand es wieder. Aus diesem Grunde machte Sato eiuen Vorschlag, dieses striäre Blutsyndrom auf die kliuische Herddiagnose des Hirns und die Prognosenbestimmung des Krankheitsprozesses anzuwenden. Hierauf untersuchten wir 83 Patienten mit akuter Encephalitis epidemica in verschiedenen Krankheitsstadieu, 16 P. mit Extrapyramidalsystemerkraukungen, 56 P. mit andereu akuten uud chroniechen Erkrankungen und Tiere nach Zerstörung des Striatum auf des sog. striäre Blutsyndrom, fanden es aber niemals. Aus diesen Uutersuchungen kameu wir zun folgenden Schluss : Das sog. striäre Blutsyudrom uach Sato und Yoshimatsu ist für klinische Lokalisationsdiagnose des Hirns und Prognosenbestimmungen des Kraukheitsprozesses ungeeignet.

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