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Geschützte und gefährdete Pflanzen, Tiere und Landschaften des Landes Sachsen-Anhalt

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  • Ddc:570

Abstract

Das faszinierende Blau der Blütenstände des Ährigen Blauweiderichs (Pseudolysimachium.spicatum), bekannter vielleicht unter dem Namen Ähriger Ehrenpreis, leuchtet auf manchen Magerrasen den ganzen Sommer über und bis in den Herbst hinein. Die Pflanze, die nach der Roten Liste Sachsen-Anhalts "gefährdet" ist, schmückt Hügel und Kuppen in einer Zeit, in der viele andere Arten dieser Standorte den Höhepunkt ihrer Entwicklung bereits überschritten haben. Die blühenden Triebe werden meist 20 - 30 cm hoch. Im Land Sachsen Anhalt ist der Ährige Blauweiderich in Halbtrocken- und Magerrasen im Saale-Unstrut-Gebiet sowie im Nördlichen und Östlichen Harzvorland noch ziemlich verbreitet. So gehört die Pflanze zu den typischen Arten der offenen Porphyrkuppen in der Umgebung von Halle. Die strahlenden Ähren des Blauweiderichs bilden dort gemeinsam mit dem Gelb von Habichtskräutern, Felsen Fetthenne und Gelber Scabiose sowie dem Rosa von Karthäuser-Nelke, Stengelloser Distel und Heidekraut blütenbunte Rasen. Der Norden und der Osten unseres Landes weisen wesentlich weniger Vorkommen auf. Eine gewisse Häufung von Fundorten ist dort lediglich im Bereich des Elbetales zwischen Lutherstadt Wittenberg und Magdeburg zu verzeichnen, wo die Art vor allem reichere, verfestigte Sonde der Dünenzüge besiedelt.

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