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Neighbourhood of host plants influences oviposition decisions of a stem-boring weevil

Authors
Journal
Basic and Applied Ecology
1439-1791
Publisher
Elsevier
Publication Date
Volume
7
Issue
6
Identifiers
DOI: 10.1016/j.baae.2005.12.005
Keywords
  • Apion Onopordi
  • Associational Susceptibility
  • Cirsium Arvense
  • Nearest Neighbour Analysis
  • Optimal Foraging
  • Preference–Performance Hypothesis
  • Puccinia Punctiformis
  • Spatial Distribution

Abstract

Zusammenfassung Die räumliche Anordnung von Wirtspflanzen im Feld kann für Insekten das Auffinden optimaler Wirte stark einschränken. Die benachbarten Pflanzen einer Zielpflanze können so entweder zu einem niedrigeren („assoziierte Resistenz”) oder höheren („assoziierte Empfänglichkeit”) Herbivorenbefall führen. Wir haben in Feldexperimenten getestet, ob die räumliche Anordnung von Wirtspflanzen, die sich in ihrer Eignung zur Larvenentwicklung des Stängel minierenden Rüsselkäfers Apion onopordi unterscheiden, die Eiablageentscheidungen der Käferweibchen beeinflussen. Wir verwendeten in unserer Arbeit gesunde Ackerkratzdisteln ( Cirsium arvense; suboptimale Wirte) und Disteln, die mit einem Rostpilz befallen waren ( Puccinia punctiformis; optimale Wirte). Zur Analyse verwendeten wir Nearest-Neighbour-Verfahren, die räumliche Verteilungen von Organismen, die von der Position anderer Organismen abhängen (z.B. phytophage Insekten und ihre Wirtspflanzen), getrennt berücksichtigen. Obwohl theoretische Vorhersagen die Wichtigkeit kleinräumiger Verteilungsmuster für die Populationsdynamik von Insekten-Pflanzen-Systemen betonen, gibt es nur wenige Feldstudien, die die räumliche Verteilung von phytophagen Insekten quantifiziert haben. Die räumliche Verteilung der Wirtspflanzen zeigte einen deutlichen Einfluss auf das Eiablagemuster bei A. onopordi. Im Gegensatz zu früheren Arbeiten konnten wir zeigen, dass nicht der Rostbefall selbst bestimmt, ob eine Pflanze vom Käfer zur Eiablage ausgewählt wird, sondern vielmehr die Dichte Rost befallener Sprosse in der Nachbarschaft. Es gab starke Hinweise für das Auftreten von assoziierter Empfänglichkeit von gesunden Distelnsprossen gegenüber Rüsselkäferbefall, wenn sie in der Nachbarschaft von rostinfizierten Disteln wuchsen. Käfer befallene Disteln traten räumlich aggregiert auf, was darauf hinweist, dass A. onopordi sich nur begrenzt innerhalb eines Standorts zu verbreiten vermag. Andere Stängel minierende Insekten an der Ackerkratzdistel wurden in ihren Eiablageentscheidungen von anderen Faktoren gelenkt als A. onopordi. Es wird daher schwierig sein, generelle Regeln für Eiablageentscheidungen für phytophage Insekten zu finden. Unsere Arbeit zeigt, dass die räumliche Verteilung von Wirtspflanzen im Feld einen starken Einfluss auf Eiablageentscheidungen haben kann und daher in Theorien zur optimalen Wirtswahl eingebunden sein sollte.

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