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Conradin Bonorand, Joachim Vadian und der Humanismus im Bereich des Erzbistums Salzburg, St.Gallen 1980 (Vadian-Studien, Untersuchungen und Texte, hg. vom Historischen Verein des Kantons St.Gallen 10)

Authors
Publisher
Zwingliana
Publication Date

Abstract

thodismus gehören, sondern es gilt auch darauf hinzuweisen, daß dieses Doku- ment in der Auseinandersetzung mit dem Quietismus der Sozietät an der Ket- tengasse in London entstanden ist. Erst dadurch wird der eigentliche Zusam- menhang aufgedeckt und deutlich gemacht, welches Gewicht diese «Allgemei- nen Regeln» damals hatten, und wie sie heute zu gewichten sind. - Über die 24 Glaubensartikel wäre zu sagen gewesen, daß sie eigentlich kein Bekenntnis dar- stellen. Sie haben eher die Funktion von kirchlichen Statuten. Es handelt sich dabei um eine Schreibtischarbeit von John Wesley für die methodistische Kir- che in den USA, die sich im Jahre 1784 konstituiert hat. Einzig der an der Gründungskonferenz in Baltimore hinzugefügte Artikel über die Obrigkeit ist ein echtes Bekenntnis zu den neu gegründeten Vereinigten Staaten von Nord- amerika und eine Absage an das Königreich England. - Ein echtes Bekenntnis haben wir auch wieder im «Sozialen Bekenntnis», das 1908 erstmals formuliert worden ist und seither regelmäßig überarbeitet wird. In diesem Dokument hat die methodistische Kirche Stellung bezogen gegen die sozial ungerechten Er- scheinungen des Hochkapitalismus und sich abgewendet vom in Amerika weit verbreiteten Schlagwort: «Freie Bahn dem Tüchtigen». Dieses soziale Bekennt- nis ist bald darauf auch vom neu gegründeten Nationalen Christenrat der USA übernommen worden, und wenn bis heute von kommunistischer Unterwande- rung von Kirchen und Kirchenbünden geredet wird, so ist dieses soziale Be- kenntnis die Wurzel für derartige - völlig unberechtigte - Anschuldigungen. Daß dieses «Soziale Bekenntnis» vor etlichen Jahren dann auch noch zu einem liturgischen Text verarbeitet worden ist, der von der Gemeinde im Gottesdienst aufgesagt werden kann, zeigt nur, daß auch führende Methodisten die eigentli- che Bedeutung dieser Bekenntnisschrift nicht mehr kennen. Abgesehen von diesen nicht derart gravierenden Mängeln, verdient das Buch aber doch, daß ihm Vertrauen geschenkt wird, und man wüns

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