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The development of guidelines for the treatment of patients with mental disorders under particular consideration of rehabilitative aspects

Authors
Publisher
German Medical Science; Düsseldorf, Köln
Publication Date
Keywords
  • Ddc:610

Abstract

Die stationäre psychotherapeutische Versorgung von Patienten ist in der Bundesrepublik Deutschland vergleichsweise gut ausgebaut. Drei Versorgungssysteme (die psychosomatisch/psychotherapeutische Krankenhausversorgung, die psychiatrisch/psychotherapeutische Krankenhausversorgung sowie die Rehabilitation von Patienten mit psychischen Störungen) bestehen relativ unabhängig voneinander. Sie zeigen aber dennoch hinsichtlich verschiedener Kriterien große Überschneidungsbereiche, da sich bei der Behandlung von psychischen Störungen - anders als bei vielen somatischen Erkrankungen - eine klare Unterscheidung in akutmedizinische und rehabilitative Elemente nicht vornehmen lässt.Systematische Behandlungsempfehlungen in Form von Leitlinien könnten dazu beitragen, die optimale Behandlungsform für Patienten zu bestimmen.Im vorliegenden Artikel wird deshalb die gegenwärtige Entwicklung von Leitlinien für psychische Störungen dargestellt und analysiert, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der Berücksichtigung von rehabilitativen Aspekten liegt. Dieses erfolgt am Beispiel von Leitlinien zur Panikstörung. Auf der Grundlage einer nationalen und internationalen Recherche (mittels Internet und unter Verwendung verschiedener Datenbanken) wurden 11 Leitlinien zur Behandlung der Panikstörung (2 deutschsprachige, 9 englischsprachige Leitlinien; Zielgruppe von 9 Leitlinien: Hausärzte; ausgesprochene Empfehlungen hinsichtlich Diagnostik, Assessment und Behandlung) analysiert. Die Ergebnisse machen einen beträchtlichen Entwicklungsbedarf deutlich, insofern als rehabilitationsspezifische Elemente in den Leitlinien nur randständig Erwähnung finden. Von den 16 rehabilitationsspezifischen Elementen, hinsichtlich derer die Leitlinien untersucht wurden, fanden nur zwei ("Psychoedukation" sowie "Pharmakotherapie chronischer Erkrankungen unter Langzeitperspektive") mehr als einmal in den untersuchten Leitlinien Erwähnung. Sieben Elemente (wie z.B. "salutogenetische Aspekte der Therapie/Maßnahmen zum Erhalt der Lebensqualität" werden gar nicht angeführt. Aus den Ergebnissen der erfolgten Analysen werden Schlussfolgerungen für die weitere Entwicklung von Leitlinien zur Diskussion gestellt.

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