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Stickstoffmineralisierung verschiedener Gärreste aus Biogasanlagen

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Microsoft Word - Warnecke et al DBG 2009 Beitrag 17.doc Stickstoffmineralisierung verschiedener Gärreste aus Biogasanlagen Sylvia Warnecke1, Hans-Jörg Brauckmann1, Gabriele Broll1 Schlüsselworte: Gärrest, Biogas, potentielle N-Mineralisierung EINFÜHRUNG UND ZIEL Mit den Novellen des Gesetzes für den Vor- rang erneuerbarer Energien (EEG) ab dem Jahr 2004 (EEG 2004) und dem damit ver- bundenen Ausbau der Biogasproduktion auf Basis nachwachsender Rohstoffe (Nawa- Ros) erfährt die Landnutzung in Deutsch- land wesentliche Änderungen. Neben ver- änderten Fruchtfolgen steigt die mit Gär- resten aus NawaRo-Biogasanlagen gedüng- te Fläche stark an. Zum Zweck der Biogas- produktion wurden im Jahr 2008 auf etwa 0,5 Mio ha bzw. ca. 4,3 % der Ackerfläche NawaRos angebaut (FNR 2009). Auf etwa dem Zweifachen dieser Fläche ist mit der Ausbringung von Gärresten aus NawaRo- Biogasanlagen zu rechnen (BRAUCKMANN et al. 2009). Herkömmliche Wirtschaftsdünger wie Gülle und Stallmist (z.B. KLIMANEK 1982) und teil- weise auch Gärreste, die aus der Monofer- mentation von Gülle entstanden sind (z.B. REINHOLD et al. 1991), sind bezüglich der Mineralisierung der organischen Substanz und der damit zusammenhängenden Hu- musbilanz und Stickstoff-Mineralisation gut untersucht. Jedoch gibt es diesbezüglich wenig Erfahrung mit Gärresten aus Nawa- Ro-Biogasanlagen und ihren durch Aufberei- tung (Fest-Flüssig-Separation) erhaltenen Fraktionen. Humusbilanzen und N-Minerali- sation sind jedoch wichtige Parameter in Hinblick auf Pflanzenernährung sowie Boden- und Gewässerschutz, die zudem Eingang als Inputparameter in komplexe Bodenprozessmodelle finden. Deshalb geht diese Studie der Frage nach, ob sich Gär- reste aus NawaRo-Biogasanlagen und un- vergorene Güllen in der potentiellen Netto- N-Mineralisierung unterscheiden. MATERIAL UND METHODEN Der für den Versuch verwendete Boden stammt vom Dauerversuchsfeld „Thülsfelde“ des Oldenburg-Ostfriesischen Wasserver- bandes (OOWV) an

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