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Lohnentwicklung in der Bauwirtschaft – Flexible Löhne in einem geschützten Sektor

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Monatsber ichte 1/1982 Lohnentwicklung in der Bauwirtschaft — Flexible Löhne in einem geschützten Sektor Die Rolle der Bauwirtschaft in der Einkommensentwicklung Die Bauwirtschaft nimmt in der Einkommensentwick- lung einen sehr wicht igen Platz ein. Bauindustr ie, Baugewerbe und Baunebengewerbe beschäft igen etwa 260.000 Arbei tskräf te, das sind fast 10% der un- selbständig Beschäft igten in Österre ich. Lohn- und Gehaltsabschlüsse in diesem Sektor betreffen daher eine der zahlenmäßig größten Arbei tnehmergruppen in Österreich. Darüber hinaus gelten die Abschlüsse in d iesem Bereich als Richtlinie für eine Reihe von an- deren, benachbarten Arbe i tnehmergruppen, wie die Beschäft igten in der Steine- und Keramikindustr ie und die Holzarbeiter, sodaß mehr als 300 000 Be- schäft igte durch die Einkommensentwick lung in die- sem Bereich unmittelbar oder mittelbar berührt wer- den Auch unter einem anderen Gesichtspunkt ist die Ana- lyse der Löhne und Gehälter in der Bauwirtschaft von großem Interesse. Die Bauwirtschaft gehört gemein- sam mit dem Handel zu den wicht igsten Vertretern des nicht-öffent l ichen geschützten Bereichs der Volkswir tschaft Dieser Bereich ist nicht unmittelbar der Konkurrenz ausländischer Unternehmen ausge- setzt. Daher sei die Lohnentwick lung in d iesem Sek- tor, so wird oft argumentiert , von der wirtschaft l ichen Entwicklung im Ausland unabhängig. Die Lohnent- wick lung im exponier ten Sektor reagiert dagegen rasch und deutl ich auf die Entwicklung der Weltwirt- schaft und zwar in einer Weise, die geeignet ist, das außenwirtschaft l iche Gleichgewicht aufrecht zu erhal- ten oder wieder herzustel len Im Gegensatz dazu würde die Autonomie der Lohnentwicklung im ge- schützten Bereich eine Wirtschaftspol i t ik erschwe- ren, die darauf ger ichtet ist, durch eine Dämpfung des Kostenauftr iebs die internationale Wet tbewerbs- situation zu verbessern sowie die Inflation zu dämp- fen 1 ) . Eine etwas andere Sicht über die Lohnbi ldung in einer

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