Affordable Access

Publisher Website

Sources iconographiques du cycle de Joseph à la cathédrale de Poitiers

Authors
Journal
Cahiers de civilisation médiévale
0007-9731
Publisher
PERSEE Program
Publication Date
Volume
34
Issue
134
Identifiers
DOI: 10.3406/ccmed.1991.2491

Abstract

Eine aufmerksame Lektüre des Josephszyklus (südliches Querschiff der Kathedrale von Poitiers) hat erlaubt einige Szenen zur identifizieren, die bis jetzt keine befriedigende Erklärung gefunden hatten. Die Josephsgeschichte wiederholt sich siebenmal in der französischen Glasmalerei des 13. Jahrhunderts (Auxerre, Bourges, Chartres, Poitiers, Rouen, die Sainte-Chapelle, Tours). Der besonders vollständige Zyklus von Poitiers zeichnet sich dadurch aus, dass er dem kanonischen Text der Bibel sehr getreu ist. Bei den anderen Beispielen ist es notwendig, auf altfranösichen Bibelübertragungen zurückzugreifen, um den Ablauf der Geschichte zu verstehen. Ausserdem verwendet der Poitierszyklus mehrere ikonographische Motive deren Ursprung in der Spätantike zu finden ist. Mehrere frühchristliche Monumente können zum Vergleich herangezogen werden (Katakombe der Via Latina, Cottongenesis, S. Paolo fuori le mura, etc.) und ebenso wie mittelalterliche Handschriften (Aelfric Paraphrase, Bibeln von Pamplona) deren Verwandschaft mit der frühchristlichen Ikonographie oft nachgewiesen wurde. Es ist nicht auszuschliessen, dass eine angelsächsische Handschrift, die enge Verbindungen mit der frühchristlichen Ikonographie aufweisen würde, als Vorbild fur Poitiers gedient hätte.

There are no comments yet on this publication. Be the first to share your thoughts.