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Endocrine regulation of growth and metabolism in the pig: a review

Authors
Journal
Livestock Production Science
0301-6226
Publisher
Elsevier
Publication Date
Volume
37
Issue
3
Identifiers
DOI: 10.1016/0301-6226(94)90120-1
Keywords
  • Pig
  • Growth
  • Endocrine Regulation
  • Season

Abstract

Zusammenfassung Das endokrine System muβ sicherstellen, daβ die gegenläufigen Prozesse der Proteinsynthese und des Proteinabbaus aufeinander abgestimmt werden; darüberhinaus muβ es garantieren, daβ der Zuwachs an Muskulatur mit anderen physiologischen Anforderungen ausbalanciert wird. Wachstumshormon fördert die Synthese von Protein direkt, indem es die Freisetzung von IGF-I durch die Leber stimuliert. Darüberhinaus steuert Wachstumshormon die Verteilung von Energie, indem es bei ausreichender Energieversorgung die Lipogenese hermmt bzw. bei Energiemangel die Lipolyse stimuliert. Glucose modifiziert dieses System zusätzlich, indem es die Freisetzung von Somatostatin fördert and damit indirekt die Sekretion von Wachstumshormon hemmt. Zusätzlich beeinfluβt Glucose die IGF-I-Freitsetzung durch die Leber. Neben diesen geschlechtsunabhängigen Mechanismen sind Gonadensteroide an der Regulation des Stoffwechsels beteiligt. Androgene wirken anabol indem sie den Abbau von Protein (antikatabole Wirkung) reduzieren. Östrogene, sowohl ovariellen als auch testikulären Ursprungs, stimulieren hingegen die Freisetzung von Wachstumshormon und IGF-I und fördern damit indirekt die Proteinsynthese. Androgene und Östrogene senken zusätzlich dosisabhängig die Futteraufnahme. Die biologische Bedeutung dieser unterschiedlichen Wirkungsmechanismen werden an der Überlebensstrategie des Wildschweins deutlich. Abnehmende Tageslichtlänge im Herbst optimiert die Reproduktionsfunktionen. Während dieser Zeit ist die Futteraufnahme stark eingeschränkt und entkoppelt die IGF-I-Bildung von der GH-Sekretion. Die lipolytische Wirkung von Wachstumshormon führt zur Mobilisierung von Energie aus dem Fettgewebe für die Aufrechterhaltung der Körperfunktionen. Die antikatabole Wirkung der Androgene schützt den Muskel vor exzessivem Proteinabbau. Im Sommer sind Wachstumshormon und IGF-I durch die Wirkung der Photoperiode erhöhrt, und bei gleichzeitig hoher Futteraufnahme sind optimale anabole Bedingungen gegeben.

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