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Der Sachunterricht und seine Didaktik : Anmerkungen zum gleichnamigen Buch von Joachim Kahlert (2002)

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  • Ddc:370

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Microsoft Word - rezkahl.doc www.widerstreit-sachunterricht.de/Ausgabe Nr. 2./März 2004/EbeneI/Foren /Rezensionen 1 Gerold Scholz Der Sachunterricht und seine Didaktik Anmerkungen zu dem gleichnamigen Buch von Joachim Kahlert (2002) Das Buch eignet sich nicht nur für eine Auseinandersetzung mit dem didaktischen Diskurs über den Sachunterricht, weil es in weiten Strecken den Stand der Diskussion aufgearbeitet hat und ein bescheiden auftretendes kluges Buch ist. Es eignet sich auch deshalb, weil die wissenschaftstheoretischen Grundlagen der eigenen Argumente zumindest angedeutet wer- den. Das Buch ist sympathisch, weil es viele einseitigen Festlegungen vermeidet und an vie- len Stellen kritisch mit jenen Begriffen umgeht – Handlungsorientierung, veränderte Kindheit, Erfahrung etc. – die phasenweise zu grundschulpädagogischen Modebegriffen werden. Kurz, ich kann vielem zustimmen, was Kahlert schreibt. Einige aus dem Zusammenhang genomme- ne Beispiele: - „Daher ist nicht Gewissheit über Lernvoraussetzungen, sondern Umsicht bei der Interpre- tation von Lernvoraussetzungen nötig“ (40). - „Allerdings muss bei der Interpretation dieser und anderer kindlicher Wirklichkeitsäuße- rungen sorgfältig unterschieden werden, ob sie tatsächlich die Vorstellungen der Kinder wiedergeben oder ob sie eher Folge ihrer Schwierigkeiten sind, Vorstellungen zur Sprache zu bringen“ (64). - „Da dieses Vorgehen angesichts der Vielzahl konkurrierender Gegenwartsdiagnosen aus- sichtslos ist, erfassen Beschreibungen von `Kindheit heute´ oder von `veränderter Kind- heit´ niemals Kindheit, `wie sie wirklich ist´“ (80). - „In den Naturwissenschaften hat man es mit einer Realität zu tun, die selbst ohne Be- wusstsein ist. Diese Realität wird interpretiert, sie interpretiert nicht. (...) Diese Eindeutig- keit ist im Umgang mit Menschen nicht gegeben“ (130). - „Daher greift eine gebräuchliche Unterscheidung, die das Unterrichten als Praxis und das Nachdenken über Unterricht und seine Voraussetzung als Theorie e

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