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Über die Einflüsse der Medikamente auf die Bewegungsvorgänge in der Netzhaut des Hahnauges

Authors
Publisher
岡山医学会
Publication Date

Abstract

Der Verfasser berichete früher, wie die physiologischen Bewegungsvorgänge in der Retina des Froschauges und die physiol. Veränderungen der mit Toluidinblau färbbaren Substanz durch verschiedene Medikamente beeinflusst werden. Diesmal hat er die bei der Injektion von verschiedenen Medikamenten eintretenden Veränderungen der Bewegungsvorgänge in der Retina des Hahnes untersucht, in welcher die Innenglieder der Stäbchen auffällige Formveränderungen zeigten. Er kam fast zu den gleichen Resultaten wie beim Frosch. 1) Die Einflüsse von verschiedenen Medikamenten auf die physiologischen Bewegungsvorgänge in der Retina des Hahnes sind geringer als in der des Frosches. 2) Physiologische Vorgänge, welche die Stäbchen, Zapfen und Pigmentkörner beim Über ang zur Hellstellung nacheinander durchmachen, werden kraft verschiedener Medikamente deutlicher gemacht. 3) Die Medikamente, die die Retina von Dunkelstellung zu Hellstellung bringen, sind 5 Arten von Säuren, Kochsalz, cholsaures Natrium, Adrenalin und Cocain. 4) Die Medikamente, die den Übergang zur Dunkelstellung langsamer machen, sind Säure, Kochsalz, chol. Natrium, Adrenalin, Cocain, Atropin u. Strychnin. Santonin, Chinin, Eserin, Tetrodotoxin u. KCN verspätet ihn ganz gering u. wirken nur erst, wenn man eine Injektionsdosis anwendet, wodurch die Lebensvorgänge des ganzen Körpers stark geschwächt werden. 5) Wenn Man H(2) O(2) in die Augenhöhle einspritzt, so bringt es die Dunkelstellung zur Ultradunkelstellung, und Pilocarpin beschleunigt den Übergang zur schwachen Ultradunkelstellung. 6) Säure, Kochsalz (Augenh), Chol. Natr. (Augenh), Atropin, Adrenalin und Cocain fördern den Übergang zur Hellstellung. 7) Santonin, verspätet den Übergang zur Hellstellung, und Eserin, KCN, Tetrodotoxin u. Chinin haben nur ganz wenig Wirkung dieser Art. 8) Die Verspätung des Übergangs zur Dunkelstellung, Beschleunigung und Verspätung das Übergangs zur Hellstellung sind am grössten bei den Zapfeninnengliedern, die Veränderungen der andern Elemente werden von den Veränderungen der ersteren abhängig sein und dabei deren Wirkung zeigen. Dagegen ist die Beschleunigung des Übergangs zur Dunkelstellung und des Übergangs zur Ultradunkelstellung am grössten bei den Stäbcheninnengliedern ganz unabhängig von andern Veränderungen, die Veränderungen der andern Elemente sind wieder von den Veränderungen der ersteren abhängig und haben dabei deren Wirkung.

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