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Epidemiologisches Bulletin 03 / 1998

Publisher
Robert Koch-Institut
Publication Date
Keywords
  • Medizin
  • Cholera
  • Rift-Valley-Fieber
  • Ddc:610

Abstract

Epidemiologisches Bulletin 3/98 Epidemiologisches Bulletin 3/98 23. Januar 1998 Seite 13 Kf�UV_�4Y‘]VcRVaZUV^ZV_�Z_�<V_ZR�f_U�D‘^R]ZR Erste nach Deutschland eingeschleppte Erkrankungsfälle belegen Infektionsrisiko Epidemische Situation: Unter mehreren Choleraepidemien, die gegenwärtig auf dem afrikanischen Kontinent ablaufen (s. a. Epid. Bull. 48/97: 343), verdienen die Ausbrüche in Kenia und Somalia, die von anhaltenden Regenfällen und aus- gedehnten Überschwemmungen besonders begünstigt wurden, spezielle Beachtung. Große Teile beider Länder wurden zu Cholera-Infektionsgebieten erklärt. In Kenia hat sich die ursprünglich vom Ostufer des Viktoriasees ausgehende Epi- demie auf die Überschwemmungsgebiete der Rift-Valley- und der Nordost-Pro- vinz ausgebreitet. Auch die Hauptstadt Nairobi ist betroffen. Daneben ist die Cholera jetzt auch in der Küstenprovinz – einschließlich der Städte Mombasa und Malindi – gehäuft aufgetreten. Der WHO liegen Meldungen über insgesamt 17.200 Erkrankungen (555 Sterbefälle) vor, es wird aber eine hohe Dunkelziffer eingeräumt. Die bisher nicht unmittelbar betroffenen Touristenwege und -zentren sind jetzt an verschiedenen Stellen von der Epidemie erreicht worden. – In Somalia sind Choleraerkrankungsfälle erst im Verlauf der Flutkatastrophe aufgetreten, sie gingen von den Niederungen der Flüsse Jubba und Shabeelle im Süden aus und haben sich jetzt nach Osten bis in die Region von Mogadischu ausgedehnt. Aktuell wurden 1.044 neue Erkrankungen gemeldet, damit insgesamt 6.724. Nach inoffiziellen Quellen soll es aber allein in der Hauptstadt Mogadischu bereits 780 Sterbefälle geben, was für eine sehr hohe Zahl von Erkrankten spräche. – Nach bisherigen Ergebnissen der Typisierung des Erregers handelt es sich um Vibrio cholerae O1, Serotyp Ogawa, Biotyp El Tor. Es wird über eine vollständige Tetracyclin-Resistenz der isolierten Stämme und über eine eingeschränkte Empfindlichkeit gegenüber Chloramphenicol und Cotrimoxazol berichtet. Choleraimporte nach Deutsch

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