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Les enjeux de la traduction [Traduire les penseurs politiques florentins de l'époque des guerres d'Italie]

Authors
Journal
Actes de la recherche en sciences sociales
0335-5322
Publisher
CAIRN
Publication Date
Volume
145
Issue
1
Identifiers
DOI: 10.3406/arss.2002.2801

Abstract

Der Übersetzungseinsatz. Die Übersetzungen der florentinischen politischen Denker zur Zeit der italienischen Kriege. Die Überlegungen, auf denen dieser Aufsatz beruht, sind ein Ausfluss der praktischen Übersetzungstatigkeit, die uns veranlasste, kommentierte französische Ausgaben von Savonarola, Francesco Guicciardini und Machiavelli zu untersuchen. Wir gehen von der Hypothese aus, dass diese Texte in einem spezifischen historischen Zeithonzont zu interpretieren sind: Florenz, das sich vor dem Hintergrund der italienischen Kriege mit dem Grossen Rat versucht. Unsere Ubersetzungsarbeit versteht sich vor diesen Zeitumständen; parallel dazu erlaubt die Darbietung dieses Ensembles von Texten, sie anders zu lesen und ihnen ihre historische Tiefe zurückzugeben. Unser Ansatz zielt also darauf ab, sie einer- seits zu kontextualisieren und andererseits in Beziehung zu einander zu setzen. Die Frage der Sprache, derer sich unsere Autoren bedienen und die Art und Weise, wie sie dies tun, ist in diesem Zusammenhang von zentraler Bedeutung. Die Sprache und die Begriffe, die unsere Autoren verwenden, sind vor diesem Zeithintergrund zu interpretieren sowie im Hinblick auf den Einsatz, den die politischen Akteure von ihnen machen, was bedeutet, dass ihre Bedeutung vom Ublichen abweichen und sich im Verlauf verándern kann. Des weiteren gehen wir davon aus, dass der Gebrauch der Terminologie nicht von den politischen und historischen Analysen abgetrennt wer- den kann, die dem Schreiben Sinn verleihen, und dass man parallel dazu den Dískurs betrachten muss, in dem stándig eine Dialektik zwischen «Begriff» und «Sache» am Werk ist. Diesen doppelten Ansatz, der sowohl den präzisen lexikali- schen Sinn als auch die Art und Weise des Schreibens berücksichtigt, nennen wir «politische Philologie». In bezug zu diesem Vorgehen sind unsere Vorstellungen des Übersetzens definiert und das, was wir mit dem Begriff der «Hauptregel» bezeichnen, d.h. einen französischen Text herzustellen, der dem Leser einen dem Original an Sinngehalt ebenburtigen Text vermittelt, oder doch zumindest ein möglichst hohes Maß an Sinn. Diese «Hauptregel» impliziert empirische «Teilregeln». So gehen wir davon aus, dass Wortwiederholungen, die Frequenz der gebrauchten Begriffe, ihre Polysemie ebenso bedeutend sind wie der Stil: die Schlagworter, die Hervorhebung bestimmter Wärter oder Begriffe, der Tonfall und seine Veränderung, die Verwendung eines bestimmten Sprachniveaus, die Anspielungen. Wir untersuchen auf der Basis einiger Beispiele (lexikalischer, syntaktischer, stilistischer Nätur) die Auswirkungen auf den Sinn dieser «extravaganten» Prinzipien.

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