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Reviewer oder Reporter : eine neue Rolle des Wissenschaftsjournalismus in der wissenschaftlichen Qualitätssicherung?

Authors
Publisher
Campus Verl.
Publication Date
Keywords
  • News Media
  • Journalism
  • Publishing
  • Social Sciences
  • Sociology
  • Anthropology
  • Publizistische Medien
  • Journalismus
  • Verlagswesen
  • Sozialwissenschaften
  • Soziologie
  • Journalist
  • Journalismus
  • Berichterstattung
  • Wissenschaft
  • Wissenschaftliche Arbeit
  • Selbstkontrolle
  • Medien
  • Ethik
  • Wissenschaftsethik
  • Kontrolle
  • Naturwissenschaft
  • Medizin
  • Glaubwürdigkeit
  • öffentliche Kontrolle
  • Ad-Hoc-Gruppen
  • Ad-Hoc-Gruppe: Wissenschaftliches Fehlverhalten/ Plagiate In Der Wissenschaft
  • Sociology Of Science
  • Sociology Of Technology
  • Research On Science And Technology
  • Communicator Research
  • Journalism
  • Wissenschaftssoziologie
  • Wissenschafts-
  • Technikforschung
  • Techniksoziologie
  • Kommunikatorforschung
  • Journalismus
  • Applied Research
  • Documentation
  • Basic Research
  • Epistemological
  • Anwendungsorientiert
  • Dokumentation
  • Grundlagenforschung
  • Wissenschaftstheoretisch

Abstract

"Mit den fragwürdigen Arbeiten des Koreaners Hwang et al. erfuhr erstmals seit langem wieder ein Fall wissenschaftlichen Fehlverhaltens breite öffentliche Aufmerksamkeit in fast allen nationalen und internationalen Medien. Oftmals stellten Berichterstatter dabei auch die Vertrauensfrage an das System Wissenschaft, dessen Kontrollmechanismen wurden angezweifelt. In der Vergangenheit galt die Berichterstattung der Medien über wissenschaftliches Fehlverhalten für Wissenschaftler keineswegs als selbstverständlich. Insbesondere die (Un-)Zulässigkeit einer Verdachtsberichterstattung ist bis heute umstritten. In dem Beitrag wird daher untersucht, ob dem Journalismus für dieses Berichterstattungsfeld - so selbstverständlich wie in der Demokratie beispielsweise dem Politikjournalismus - eine Kontrollaufgabe zugewiesen werden kann. Daran schließt sich die Frage an, ob angesichts einer propagierten 'Selbstkontrolle der Wissenschaft' besondere Regeln bei der Wahrnehmung einer solchen Kontrollaufgabe gelten sollten. In einem zweiten Teil wird anhand der Berichterstattungsmuster einiger populär gewordener Fälle aus Naturwissenschaft und Medizin (Herrmann et al., Schön et al.) ebenso wie einiger nur mit wenig Medienöffentlichkeit begleiteten 'kleinen' Fälle diskutiert, welche besonderen Anforderungen diese Form der Berichterstattung an einen Journalisten stellt und ob er diesen gerecht werden kann. Der beobachtbare Trend vom Wissenschaftsjournalismus zum alltagszentrierten Wissensjournalismus ('Nutzwert-News' und 'Staun-TV') liefert den Hintergrund für zwei weitere diskussionswürdige Fragen: 1. Inwieweit haben die Medien tatsächlich 'die Funktion der öffentlichen Kontrolle betrügerischen Verhaltens in der Wissenschaft schon längst übernommen' (Weingart 2003)? 2. Sind die Medien künftig für eine solche Aufgabe strukturell ausreichend vorbereitet oder wo besteht Handlungsbedarf?" (Autorenreferat)

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