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XIX. Jahresbericht des Zwingli-Vereins über das Jahr 1915

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Publisher
Zwingliana
Publication Date

Abstract

— 224 — In der letzten Zeit wurde in den Zwingliana — 1912: Nr. 2, 1913: Nr. 2 — auf Wesen hingewiesen: dieses Mal darf der am oberen Ende des Sees stehenden reformierten Kirche gedacht werden. Die Schrift greift einleitend auf die Reformationszeit zurück, wo vor dem Rückschlag von 1531 im Sarganser-Land auch schon die neue Lehre platzgegriffen hatte, und hebt dann die Beziehungen des „Barden von Riva", Bernold, am Ende des 18. Jahrhunderts zu Zürich hervor. Im weitern werden die erst nur als Provisorium bestehende, seit 1875 gesetzlich anerkannte Kirchgemeinde, die 1906 eingeweihte Kirche vorgeführt, Die hübsche Schrift ist durch die Bilder der früher benützten Kapelle, der Kirche, der fünf Geistlichen, die bis jetzt an der Gemeinde wirkten, geschmückt. M. v. K. A. Büchi : Eine Motette des Berner Kantors Bartholomäus Frank 1494—95 (Zeitschr. für schweizer. Kirchengeschichte 8, S. 241 ff.). Dieser kleine Aufsatz, der von einer Motette auf den Bischof Jost von Silenen handelt, ist um des Komponisten, des Kantors Bartholomäus Frank zu S. Vinzenz in Bern, willen hier zu erwähnen. Büchi sagt: „Wenn Ulrich Zwingli, der Schüler Wölflins, während seines Aufenthaltes in Bern (1497—98) die Kunst musikalischer Komposition sich aneignete, so könnte dabei Frank sein Lehr- meister gewesen sein, obschon uns dies nirgends direkt überliefert ist. Aber gerade wegen der mangelhaften Überlieferung über seihen musikalischen Bil- dungsgang scheint diese Annahme gerechtfertigt, da er bei Wölflin sich be- sonders in Poesie, bei Frank aber eher in Musik ausbilden konnte. Von Wölflin kennen wir neben Gedichten und literarischen Produkten verschiedener Art zwar auch drei Lieder, die von seiner musikalischen Bildung zeugen, allein es scheint mir nicht ausgeschlossen, dass Zwingli auch bei Frank, der damals als Musiker das grössere Ansehen gehabt haben dürfte als Wölflin, in die Schule gegangen, durch den die Dominikaner auf den jungen Zwingli aufmerksam gemacht worden sein dürften. Viellei

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