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Die Wirkungen der Fiskalpolitik in der Schweiz. Eine empirische Untersuchung

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Abstract

665 Die Wirkungen der Fiskalpolitik in der Schweiz Eine empirische Untersuchung Von Walter Wasserfallen, Bern 1. Einleitung und Zusammenfassung Die Fiskalpolitik spielt im Rahmen der Makroökonomie eine grosse Rolle. Viele Oekonomen und Wirtschaftspolitiker argumentieren, dass die Veränderun- gen staatlicher Einnahmen und Ausgaben bedeutende Wirkungen auf gesamt- wirtschaftliche Grössen ausüben und deshalb wichtige Instrumente der Konjunk- turpolitik darstellen. Auch in der Schweiz wird seit der Rezession anfangs der siebziger Jahre von verschiedener Seite für eine aktivere Rolle der Fiskalpolitik plädiert. Die neuere Diskussion um die Wirkungen der Geld- und Fiskalpolitik auf die Entwicklung makroökonomischer Aggregate hat die Bedeutung des staatlichen Budgets relativiert. In diesem Zusammenhang ist vor allem auf den sogenannten Crowding-out Effekt hinzuweisen. Eine expansive Fiskalpolitik wird demnach über verschiedene Mechanismen kompensiert durch eine gegenläufige Entwick- lung des privaten Ausgabeverhaltens. Die angestrebte Wirkung sei aus diesem Grunde höchstens kurzfristig zu beobachten1. Die tatsächliche Bedeutung der Fiskalpolitik kann nur mittels empirischer Untersuchungen abgeklärt werden. Die schweizerischen Erfahrungen in diesem Bereich wurden bisher noch kaum ausgewertet2. Dies mag vor allem daran liegen, dass in der Vergangenheit kaum versucht wurde, die öffentlichen Einnahmen und Ausgaben nach konjunkturpolitischen Gesichtspunkten auszurichten. Trotzdem sollten die Wirkungen von Budgetüberschüssen und -defiziten nachweisbar sein. Die vorliegende Arbeit will einen Beitrag in dieser Richtung leisten. Der Artikel ist wie folgt organisiert. Im nächsten Kapitel wird die empirische Messung des fiskalpolitischen Impulses diskutiert. Total werden 192 verschie- dene Indikatoren konstruiert, die alle auf dem Konzept der normalisierten, ge- wichteten Differenz zwischen absoluten Veränderungen staatlicher Ausgaben und Einahmen basieren. Damit wird es mö

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