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Gletscherbericht 1995/96 - Sammelbericht über die Gletschermessungen des Österreichischen Alpenvereins im Jahre 1996

Authors
Publisher
Oesterreichischer Alpenverein
Publication Date

Abstract

~ D er Schnee, den wir im mit ergiebigen Schneefällen bis 1 51 Jänner gerne gehabt hät- Ao. Unlv.-Proß Dr. Gernot Patzelt, unter 1600 m herab hat dieselbe .._, ten, kam erst im Sep- Institut.für Hochgebirgsforschung, Innsbruck nachhaltig unterbrochen, doch ·~ ~ tember, sehr zum Leidwesen der genügten die 14 warmen Tage c.J Gletschervermesser! Konnte von Ende Juli bis 11 . August um ,.C noch im Vorjahr trotz wetter- und , den Wmterschnee bis in die ober- „ schneebedingter Erschwernis das sten Gletscherbereiche ab- Cl» Meßprogramm in vollem Umfang schmelzen zu lassen . ..1: durchgeführt werden, war dies Ersten Neuschneefällen in den ~ heuer nicht der Fall. Der unge- Hochlagen um den 12.8. folgte .:! wöhnlich ftiihe Beginn einer dau- um den 24./25.8. ein Kaltluftein- CI» erhaften Schneedecke behinder- bruch mit neuerlichen Schnee- -;;, te die Nachmessungen erheblich. fällen bis in den unteren Glet- Da im Gegensatz zum Vorjahr scherbereich. Der denkwürdige auch eine herbstliche Schönwet- sehr feuchte September brachte terperiode ausblieb, konnten dann durchwegs Schneedecken- mehrere Gletscher gar nicht auf- • zuwachs. An keinem Tag im Sep- gesucht werden. Das ist kein Un- tember stieg die Tagesmitteltem- glück. Wichtiger ist, daß die peratur über den Normalwert durchgeführten Begehungen un- und das Monatsmittel blieb 4,3°C fullfrei verliefen, was bei den zum : ~terdurchschnittlich. Teil winterlichen Bedingungen . _________ .....:: _____ --= ____ ......,.. Uber die Sommermonate gemit- im Gelände gar nicht so selbst- hälfte. Daraus entwickelte sich Auch im Sommerhalbjahr ent- telt ergibt sich wegen des war- verständlich war. Allen Bericht- ein sehr merkwürdiger Winter. wickelte sich die Witterung un- men Frühsommers nur eine erstattem und ihren Helfern ist Am südöstlichen und östlichen gewöhnlich. Mai undJuni waren mäßig negative Temperaturab- für die große Mühe und den Ein- Alpenrand zählt er zu den schnee- zu warm. Vom 30.5. bis 12.6. sind weichung von -0,3°C (Abb. 1). satz

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