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Über den Nutzen der Insekten

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Universitäts- und Landesbibliothek
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Fortsetzung der Nachricht von den beiden Realschulen für Söhne und Töchter in Neisse - Über den Nutzen der Insekten Ueber den Nutzen der Insekten. ie Insekten gehören zu denjenigen Thieren, welche am allerwenigsten beachtet werden, und doch sind sie in so großer Menge vorhanden, daß der berühmte Naturforscher Latreille sagt: daß derjenige, der die bis jetzt bekannten Insekten von Neuem beschreiben wollte, drei¬ ßig Jahre ohne Unterbrechung zu arbeiten haben würde. Und in der That, blicken wir um uuS, oder dringen wir in die Tiefen der Erde, oder durchspähen der Gewässer weite Bereiche, überall finden wir sie in zahlloser Menge, und anch sie beweisen es deutlich, daß ein ewig wal¬ tender Geist sie erschaffen hat und auf wunderbare Weife erhält. Vieles ist über die so zahl¬ reiche Klasse von Thieren geschrieben worden, doch größtentheilS in Beziehung auf den Nach¬ tbeil, den sie den Menschen bringen, äußerst wenig über den Nutzen, den sie in der menschli¬ chen Haushaltung gewähren. Wie oft sind nicht schon Stimmen laut geworden, welche die Insekten nur für eine Plage der anderen Geschöpfe erklären; daß dem nicht so sei, vielmehr diese so wenig geachteten oder vielleicht verachteten Geschöpfe so mannigfachen Nutzen bringen, mag nachstehende Mittheilnng erweisen. Bevor ich aber zu der speeiellen Auseinandersetzung der Vortheile und dem Nutzen, den sie den Menschen gewähren, übergehe, mag zuerst eine Charakteristik dieser Thiere voran¬ gehen. Das Insekt zeigt äußerlich betrachtet beständig S Hauptabschnitte des Körpers, Kopf (ea- xnt), Numpf oder Bruststück (tlioiiix) und den Bauch oder Hinterleib (aixlomen). Am Kopse sind die Sinnes- und Freßwerkzeuge befindlich, am Bruststück die BewcgungSwerkzeuge, Beiue uud Flügel (pelles et am Bauche der vollkommenen Insekten befindet sich bei einigen nur der Legestachel. Der Kopf trägt zwei große zusammengesetzte Augen (ovnü und bei den ausgebildeten Zuständen auch vielleicht noch Nebenaugeu. Zwei Fühlhörner (-»n- iennsv), die gewi

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