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Ein Beispiel zum Problem der Innovationsförderung

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Abstract

535 Ein Beispiel zum Problem der Innovationsförderung Von René Capitelli, Basel, und Heinz H. Müller, Zürich 1. Einleitung Für eine statische Ökonomie besteht gemäß den klassischen Wohlfahrtstheo- remen eine enge Relation zwischen vollständiger Konkurrenz und Pareto-Opti- malität. Demgegenüber sieht Schumpeter in der Innovationstätigkeit eine entscheidende Bestimmungsgröße für die dynamische Entwicklung einer Volks- wirtschaft. Da er die Innovationstätigkeit in erster Linie den Großunternehmen zuschreibt, hält er die Marktstruktur der vollständigen Konkurrenz nicht für erstrebenswert. " . . . the large-scale establishment or unit of control must be accepted as a necessary evil insepa- rable from the economic progress which it is prevented from sabotaging by the force inherent in its productive apparatus. What we have got to accept is that it has come to be the most powerful engine of that progress and in particular of the long-run expansion of total output not only in spite of, but to a considerable extent through, this strategy which looks so restrictive when viewed in the individual case and from the individual point of time. In this respect, perfect competition is not only impossible, but inferior, and has no title to being set up as a model of ideal efficiency." {Schumpeter, 1975, S. 106.) Zusätzlich zu Schumpeters Argument ist eine empirische Studie von Mans- field et al. (1977) von Interesse, aus welcher hervorgeht, daß Innovationen häufig eine soziale Ertragsrate aufweisen, welche die private Ertragsrate des Investors deutlich übertrifft. Ins Blickfeld der schweizerischen Wirtschaftspolitik gelangten diese Zusam- menhänge anläßlich der Volksabstimmung vom 19. /20. September 1985, welche den "Bundesbeschluß über die Innovationsrisikogarantie zugunsten von kleinen und mittleren Unternehmen" zum Gegenstand hatte und zu einer Ablehnung mit 56,8% Nein-Stimmen führte. Bei der Abstimmungskampagne standen insbesondere die Themen "Marktmechanismus", "Marktstruktu

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