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Zajedništvo u različitosti - autentična kršćanska zajednica

Authors
Publisher
Catholic Faculty of Theology, University of Zagreb; [email protected]
Publication Date

Abstract

Dieser Vortrag, der am 14. Symposium der Theologieprofessoren vom 29. bis 30. März 1989 in Zagreb gehalten wurde, setzt sich zum Ziel die Problematik der geistlichen Bewegungen in der Kirche nach dem II. vatikanischen Konzil zu erörten. Zum Ausganspunkt wird die Auffassung von der Kirche als »communio«, die ausdrücklich im II. vatikanischen Konzil hervorgehoben wurde. Im ersten Teil des Vortrages wird einerseits daraufhingewiesen, wie das annehmende Interesse für die Rolle des Heiligen Geistes in der Kirche im II. vatikanischen Konzil dazu beigetragen hatte, die Kirche als »communio« zu verstehen. Andererseits wird darauf aufmerksam gemacht, wie diese erneuerte Pneumatologie im allgemeinen neue Akzente in bezug auf das charismatische Element in der Kirche setzte, was wiederum eine Ausbreitung von geistlichen Bewegungen nach dem Konzil zur Folge hatte. Im zweiten Teil wird über diese geistlichen Bewegungen in der nachkonziliaren Zeit unter besonderer Berücksichtigung der Situation der Kirche unter den Kroaten gesprochen. Die meisten dieser geistlichen Bewegungen stammen aus der Praxis anderer Ortskirchen (aus der Welt) und diese Bewegungen sind mit kleinerem oder größerem Erfolg in unseren christlichen Gemeinden present und tätig. Die Gebetsgruppen bzw. Gebetsgemeinschaften sowie Seminare für die religiöse Basiserfahrung sind zwei Bewegungen, die auf unseren Boden enstanden sind. Der dritte Teil des Vortrages versucht diese geistlichen Bewegungen in der authentischen christlichen Gemeinde zu werten, wobei positive und negative Elemente dieser Bewegungen in bezug auf Entwicklung der christlichen Gemeinde erwähnt werden. Aus dem Vergleich zwei kirchlichen Dokumenten (»Evangelii nuntiandi« aus dem Jahr 1974 und »Christifideles laici« aus dem Jahre 1988) geht hervor, wie in letzter Zeit nach den Kriterien gesucht wird, die immer mehr sowohl auf die Laienvereinigungen als auch auf die geistlichen Bewegungen in einer Art der Begrenzung wirken. Das Dokument »Christifideles laici« setzt einen besonderen Akzent auf die Pfarrei als »Zentrum von Gemeinschaft«, in dem alle geistlichen Bewegungen ihr entsprechenden Wirkungsbereich finden sollen. Am Ende des Vortrages wird versucht in Form von bestimmten Thesen aufzuzeigen, wie diese geistlichen Bewegungen zu Wirklichkeit der Kirche geworden sind. Nach wie vor bleibt die Frage offen, inwieweit diese Bewegungen in Stande sind, sich in die christliche Gemeinde einzufügen und dadurch in dem Reichtum der Verschiedenheit eine Gemeinschaft zu bilden. Es wäre pastoraltheologisch nicht vom Vorteil, wenn unter dem Einfluß der angesprochenen Kriterien die spezifischen Charismen einzelner Bewegung Verlorengängen. Jede geistliche Bewegung oder geistliche Gruppe sollte innerhalb der authentischen christlichen Gemeinde eigenen Platz finden und durch ihre spezifische Charisma die Gemeinde bereichern. Das Ideal bleibt, also, die Gemeinschaft in Verschiedenheit.

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