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Untersuchungen über das schicksal , die verteilung im organismus des peroral oder parenteral verabreichten vitamin B12

Authors
Journal
Clinica Chimica Acta
0009-8981
Publisher
Elsevier
Publication Date
Volume
1
Issue
2
Identifiers
DOI: 10.1016/0009-8981(56)90034-1

Abstract

Zusammenfassung 1. 1. In Fortsetzung von Untersuchungen mit radioaktivem Vitamin B 12 ( 60Co) wurde festgestellt, daß auch bei langfristiger Versuchsanordnung über 14 Tage lang mit täglichen Gaben physiologischer Vitamin B 12-Mengen (0.05 Gamma) subcutan oder peroral, im Nierengewebe eine auffallend starke Anhäufung dieses Vitamins stattfindet. 2. 2. Die erhobenen Befunde zeigen, daß die protrahierte Zufuhr geringer Mengen Vitamin B 12 die physiologische ist und den einmalig verabreichten Riesendosen (1000 Gamma Vitamin B 12) vorzuziehen ist. 3. 3. Daraus wird geschlossen, daß die Niere das in den Primärharn ausgeschiedene Vitamin B 12 rückzuresorbieren vermag. 4. 4. Die Vitamin B 12-Aufnahme der Leber hat sich im Vergleich mit dem Vitamin B 12-Retentionsvermögen der Nieren als viel geringer erwiesen. 5. 5. Auch das Nervengewebe (Gehirn) und das Myocard wiesen ein starkes Aufnahmevermögen von Vitamin B 12 auf, wogegen dieses Phänomen sich autoradiographisch in der Skelettmuskulatur höchstens andeutungsweise nachweisen ließ. 6. 6. Diese experimentellen Befunde erhellen die bedeutende Aufgabe, welche dieses Vitamin im Stoffwechsel des Nervengewebes und des Myocards zu erfüllen hat und stehen im Einklang mit den klinischen Beobachtungen bei Vitamin B 12-Mangelzuständen (funiculäre Myelose, sowie Myocardose, nach Wuharmann11).

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