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Titian's Women, Giorgione's Men? Rona Goffen, Titian's Women [...] 1997; Jaynie Anderson, Giorgione. The Painter of >Poetic Brevity< [...] 1997; Rona Goffen (Hg.), Titian's »Venus of Urbino« [...] 1997

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kritische berichte - Zeitschrift für Kunst- und Kulturwissenschaften
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Rezensionen Marianne Koos Titian's Women, Giorgione's Men? Rona Goffen, Titian's Women, Yale University Press, New Häven ­ London 1997 Jaynie Anderson, Giorgione. The Painter of >Poetic Brevity<, Flammarion, Paris ­ New York 1997 Rona Goffen (Hg.), Titian's »Venus of Urbino«, Cambridge University Press, (Reihe Masterpieces of Western Painting), Cambridge 1997 Das Ergebnis fällt enthusiastisch aus: »In the Sacred and Profane Love Titian intro­ duces us to a new personality in art: a woman as a fully realized individual, the deci­ sive protagonist of her life« (S. 132). »Titian frees his women's identity and sexuali­ ty from this biological limitation: and that in itself constitutes a sexual revolution« (S. 131). »Titian nontheless asserts a new kind of dignity and power for his women, and he does this by honoring female sexuality« (S. 126). Was wie eine Stimme aus der frühen feministischen Forschung klingt, welche die traditionellen Vorstellungen von >Weiblichkeit< umzubewerten und in ein Instru­ ment der Macht zu wenden versuchte, sind die Ergebnisse einer Arbeit der renom­ mierten amerikanischen Kunsthistorikerin Rona Goffen, erschienen 1993 in dem von Joseph Manca herausgegebenen Band Titian '500.1 In eben dieser Arbeit kün­ digte die Autorin eine größere Studie über Titian's Women an, die nun als reich be­ bilderte und ansehnliche Publikation der Yale University Press vorliegt, und man darf gespannt sein, zu welchen Ergebnissen Goffen gelangt, eine Wissenschaftlerin, die durch ihre provokante Interpretation der Venus von Urbino als masturbierender Gottheit und Verkörperung einer idealen Braut auch einer nicht auf die veneziani­ sche Renaissancemalerei spezialisierten Kunstwissenschaft ein Begriff geworden ist.2 Wie schon der Titel dieses Buches verrät, geht es Goffen um die Untersuchung der Konzeption von Weiblichkeit in Tizians Kunst. Ein interessantes und durchwegs berechtigtes Unterfangen für das reiche, beinahe siebzig Jahre umspannende Werk eines Malers, der

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